Essen - Selbst ihre minderjährigen Kinder soll eine 43-jährige Frau aus Nörvenich nach Angaben der Zollfahndung als Drogenkuriere eingespannt haben. Wie die Ermittler in Essen erst jetzt berichteten, wurden die 43-Jährige und weitere Familienangehörige sowie eine 51-jährige Frau aus Bornheim bereits im Oktober 2006 festgenommen. Sie sollen in mehreren Flügen mindestens 50 Kilogramm Kokain im Wert von 1,4 Millionen Euro in die USA und von der Dominikanischen Republik nach Europa geschmuggelt haben.
Wie die Zollfahndung berichtete, sind die Beschuldigten Hartz-IV-Empfängerinnen. Ausgegangen sei die Geschichte von einer 51-jährigen arbeitslosen Frau aus Bornheim, die niederländische Dealer angesprochen habe. Für diese habe sie dann Kurierflüge nach New York unternommen und auch ihre 43-jährige Freundin angeworben.
Die wiederum habe ihren Mann, ihre Kinder im Alter von 11, 13 und 17 Jahren, ihre 24-jährige Tochter und deren Freund in das Schmuggelgeschäft gezogen. Der Schmuggel sei für die Beschuldigten durchaus attraktiv gewesen, sagte ein Sprecher der Zollfahndung. 5000 Euro pro Koffer hätten die Auftraggeber gezahlt, und dazu hätten die Kuriere noch etwas von der Welt gesehen.
Die Flüge seien von Düsseldorf nach New York, von New York in die Dominikanische Republik und von dort wieder nach Düsseldorf gegangen.
jjc/AP
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