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03.09.2007
 

Selbstmord im Vatikan

Papst-Sicherheitsmann erschoss sich

Eine Bluttat sorgt im Vatikan für Entsetzen. Im Gendarmerie-Quartier wurde ein Sicherheitsmann des Papstes erschossen aufgefunden. Nach ersten Berichten beging der Mann aus Liebeskummer Selbstmord.

Vatikan-Stadt - Der 25-jährige Alessandro Benedetti sei blutend im Badezimmer des Gendarmerie-Quartiers aufgefunden worden, gab der Vatikan heute bekannt. Der durch Schüsse verwundete Polizist sei sofort ins Krankenhaus gebracht worden, anderthalb Stunden später aber gestorben. In der Stellungnahme des Vatikans hieß es, man habe einen Abschiedsbrief gefunden. Anscheinend sei Liebeskummer das Motiv gewesen, da der junge Mann aus Foligno in Umbrien kürzlich von seiner Freundin verlassen worden war, erklärte seine Tante.

Der Papst habe sich tief betroffen über den Tod des 26-Jährigen gezeigt. Er war erst seit April in der Gendarmerie tätig und habe sich nie auffällig verhalten, hieß es weiter. Benedikt XVI. sei den Familienangehörigen und allen Mitgliedern des Sicherheitsapparates in dieser Stunde spirituell nah, hieß es aus dem Vatikan.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an einen Mord aus dem Jahre 1998. Damals erschoss ein Mitglied der Schweizer Garde seinen Vorgesetzten und dessen Frau, anschließend richtete er die Waffe gegen sich selbst. Das Gendarmeriekorps ist zusammen mit der Schweizer Garde für die Sicherheit im Vatikan verantwortlich.

pad/Reuters/dpa

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