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13.09.2007
 

Festnahme

Hannahs mutmaßlicher Mörder verhaftet

Durchbruch bei der Fahndung: Die Polizei hat einen Mann gefasst, der den Mord an der 14 Jahre alten Hannah zugegeben hat. Der 25-jährige Tscheche gestand, dem Mädchen aufgelauert und es gefesselt zu haben, bevor er es in einem Bus vergewaltigte.

Bonn - Nach Angaben der Staatsanwalt "handelt es sich um einen Homosexuellen, der einmal Lust auf eine Frau hatte", so Oberstaatsanwalt Fred Apostel. Der Mann sitzt nach Angaben der Ermittler in Untersuchungshaft wegen Mordes und Vergewaltigung. Gegen den Mann sei Haftbefehl wegen Mordes und Vergewaltigung erlassen worden, sagte der zuständige Staatsanwalt Michael Hermesmann.

Schülerin Hannah: Stichwunden am Oberkörper
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AP

Schülerin Hannah: Stichwunden am Oberkörper

Die Polizei kam dem Tatverdächtigen über eine freiwillige und dann positive Speichelprobe auf die Spur, sagte Michael Brück von der Mordkommission. Er habe in unmittelbarer Nähe des Leichenfundorts als Fahrzeug- und Objektreiniger gearbeitet, Hannah aber nicht gekannt.

Der 25-Jährige habe dem Mädchen am 29. August aufgelauert, sie überwältigt sowie geknebelt und gefesselt, sagte Staatsanwalt Michael Hermesmann. Zunächst habe er sich mit seinem Opfer versteckt, bis es ruhig um die Haltestelle wurde, an der Hannah zuletzt lebend gesehen worden war.

Dann habe er die 14-Jährige in einen leerstehenden Bus gebracht und sie dort vergewaltigt. Durch seinen Beruf als selbstständiger Fahrzeug- und Objektreiniger habe er einen Schlüssel zu dem Bus gehabt. Danach habe er außerhalb des Fahrzeugs auf sie eingestochen, so dass sie verblutete. Er habe die Leiche an einer Böschung versteckt und sei dann mit dem Fahrrad nach Hause gefahren und habe sich dort gewaschen.

Der tschechische Staatsbürger habe ein "umfassendes Geständnis" abgelegt, teilte die Polizei mit. Er lebe seit rund fünf Jahren in Deutschland und war gestern in seiner Wohnung in Oberdollendorf festgenommen worden.

Hinweise auf einen weiteren Täter gebe es nicht.

Hannah war am Abend des 29. August an einer Straßenbahn-Haltstelle in Königswinter ausgestiegen. Ihre Leiche war am Montag vergangener Woche nach tagelanger Suche von Beamten einer Einsatzhundertschaft in einem dichten Gebüsch auf einem Firmengrundstück in Königswinter-Oberdollendorf gefunden worden. Der Fundort liegt nur 300 Meter von der Haltestelle entfernt.

Über das Ergebnis der Obduktion von Hannahs Leiche hatte die Staatsanwaltschaft zunächst keine Einzelheiten mitgeteilt. Apostel wies heute die Darstellung des Kölner "Express" zurück, wonach das Gesicht des Mädchens völlig entstellt gewesen sei.

jjc/AP/dpa

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