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16.10.2007
 

Gewalt im Drogenrausch

Vater schleudert Säugling gegen Hauswand

Ein drogensüchtiger Mann hat in Bremen seine zwei Monate alte Tochter gegen eine Wand geschleudert. Im Rausch würgte der 21-Jährige erst seine Freundin, dann griff er nach dem Kind. Das Mädchen blieb nur unverletzt, weil es in einer gepolsterten Tasche lag.

Bremen - Nach Zeugenaussagen war der Mann in der Nacht völlig "dichtgekifft" in der Wohnung einer Bekannten seiner 17-jährigen Freundin aufgetaucht. Er würgte die Kindsmutter und stürmte anschließend mit der Tragetasche samt gemeinsamer Tochter ins Treppenhaus. Dort warf er die Tasche gegen eine drei Meter tiefer gelegene Wand. Das Kind blieb äußerlich unversehrt, wurde aber zur Beobachtung in eine Kinderklinik gebracht.

Einen konkreten Anlass für den Wutausbruch gab es aus Sicht der Mutter nicht. Ihr Freund neige nach Drogen- und Alkoholkonsum allerdings zu unkontrollierten Ausbrüchen. Der polizeibekannte Mann wurde festgenommen.

Erst im vergangenen Jahr hatte der gewaltsame Tod des zweijährigen Kevin in Bremen für Entsetzen gesorgt. Sein drogenabhängiger Ziehvater hatte das Kind schwer misshandelt, ihm wurden etliche Knochen gebrochen. Polizeibeamte entdeckten den toten Jungen in Plastiksäcke gewickelt in einem Kühlschrank. Nach dem Fund trat Sozialsenatorin Karin Röpke (SPD) zurück. Ab kommender Woche muss sich der Mann wegen Mordes vor Gericht verantworten.

ffr/ddp

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