Kansas City - Die Geschworenen-Jury hat die angeklagte Lisa Montgomery nach vier Stunden Beratung wegen Entführung mit Todesfolge schuldig gesprochen. Damit wiesen sie die Argumentation der Verteidigung zurück, dass Montgomery psychisch krank und deswegen unzurechnungsfähig gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft will die Todesstrafe beantragen.
Der Fall aus dem Jahr 2004 hatte die Öffentlichkeit der USA entsetzt und international für Schlagzeilen gesorgt. Die Anwälte Montgomerys hatten erklärt, ihre Mandantin leide an einer Pseudocyesis, einer sogenannten Scheinschwangerschaft, und habe die Tat in der Ortschaft Skidmore im Nordwesten von Missouri in einem traumhaften Zustand begangen.
Staatsanwältin Roseann Ketchmark wies dies in ihrem Plädoyer als unwissenschaftlich zurück. Nach ihren Angaben wollte Montgomery die 23-jährige Jo Stinnett erdrosseln, die zum Zeitpunkt der Tat im achten Monat schwanger war. Die junge Frau blieb jedoch bei Bewusstsein und versuchte, sich zu wehren, als Montgomery mit einem Küchenmesser das Kind aus dem Bauch schnitt. Montgomery wurde am Tag nach der Bluttat verhaftet. Das Mädchen, Victoria, lebt bei den Hinterbliebenen der Mutter.
jjc/AP
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