Gotha - Die 39-jährige Mutter hatte sich heute in das Krankenhaus nach Friedrichroda begeben und über Schmerzen geklagt. Bei der Untersuchung stellten die Ärzte fest, dass die Frau ein Kind entbunden haben muss. Auf Nachfrage habe die Frau die Geburt bestätigt und ausgesagt, dass sie das Kind in eine Plastiktüte und anschließend in eine Mülltonne gesteckt habe.
Nachdem das Krankenhauspersonal die Polizei informiert habe, sei der Leichnam eines neugeborenen Mädchens in einem Müllcontainer in Neudietendorf gefunden worden. Noch heute sei eine Sektion durch die Gerichtsmedizin Jena durchgeführt worden. Das Ergebnis liegt aber noch nicht vor.
Die Frau ist nach Polizeiangaben alleinstehend und hat keine weiteren Kinder. Sie befinde sich weiterhin im Krankenhaus und werde bewacht.
Im April waren in einer Tiefkühltruhe in Erfurt zwei tote Säuglinge gefunden worden. Die 35-jährige Mutter gestand, die Babys geboren und sie in den Eisschrank gelegt zu haben. Im Januar waren im thüringischen Thörey bei Arnstadt drei Babyleichen auf einem leer stehenden Gehöft gefunden worden. Die 21-jährige Mutter gab zu, die toten Säuglinge nach der Geburt dort versteckt zu haben.
jdl/ffr/AP
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