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02.11.2007
 

Festnahme

Schwede verleumdet Schwiegersohn als Terroristen

Weil er auf ihn wütend war, hat ein Schwede seinen unbescholtenen Schwiegersohn beim FBI als Mitglied des Terrornetzwerks al-Qaida angeschwärzt. Bei der Einreise in die USA nahmen die Behörden den 40-Jährigen fest. Erst nach elf Stunden in einer Zelle kam er wieder frei.

Stockholm - Der ältere Herr hatte Zeitungsberichten zufolge eine Geschäftsreise seines 40-jährigen Schwiegersohns verhindern wollen. Dessen Frau sei krank gewesen und habe von ihrem Mann verlangt, sich um die Kinder zu kümmern. Als er auf seine Reise bestand, schritt der besorgte Vater zur Tat: Er schickte der US-Bundespolizei eine E-Mail, in der er versicherte, der Mann gehöre al-Qaida an und wolle in den USA seine Verbindungsleute treffen. Flugnummer und Ankunftszeit gab er ebenfalls an.

Als der denunzierte Schwede in Florida eintraf, wurde er umgehend festgenommen, verhört und für elf Stunden in einer Zelle eingesperrt. Danach wurde er wieder nach Europa geschickt. Das FBI hatte unterdessen Kontakt zum schwedischen Geheimdienst Säpo aufgenommen, der den Ursprung der E-Mail schnell ermittelte.

Der Schwiegervater muss sich jetzt wegen Verleumdung vor Gericht verantworten. Zu seiner Verteidigung sagte er nur: "Ich konnte ja nicht wissen, dass die amerikanischen Behörden so blöd sind und alles glauben. Aber das tun sie offensichtlich doch."

jdl/AFP

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