• Drucken
  • Senden
  • Feedback
06.12.2007
 

Amoklauf in USA

19-Jähriger tötet acht Menschen in Einkaufszentrum

Bei einem Amoklauf im US-Bundesstaat Nebraska hat ein junger Mann acht Menschen getötet - anschließend nahm er sich selbst das Leben. Der 19-Jährige schoss wahllos auf Kunden eines Einkaufszentrums in Omaha, die ihre Weihnachtseinkäufe erledigen wollten.

Omaha - Bei dem Todesschützen handelt es sich nach Angaben des Polizeichefs von Omaha, Thomas Warren, um den 19-jährigen Robert Hawkins. Fünf Menschen seien verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Hawkins habe in der Shopping-Mall mit einem halbautomatischen Sturmgewehr wahllos um sich geschossen, sagte Warren weiter. "Wir glauben, dass es nur diesen einen Schützen gegeben hat."

Abgesperrtes Einkaufszentrum: Der Amokschütze schoss wahllos um sich
AFP

Abgesperrtes Einkaufszentrum: Der Amokschütze schoss wahllos um sich

In dem noblen Einkaufszentrum "Westroads Mall" brach nach Berichten von Augenzeugen Panik aus: Angestellte und Kunden nahmen hinter Kleiderregalen Deckung oder versteckten sich in Hinterräumen. Hunderte Menschen flohen aus dem Gebäude, als sie die Schüsse hörten. "Die Leute waren in Panik", sagte eine Angestellte eines Juweliergeschäfts. Jennifer Cramer, eine Augenzeugin, sagte dem örtlichen TV-Sender KETV, sie habe ungefähr 35 bis 40 Schüsse gehört. "Es war Horror, einfach Horror", sagte eine Überlebende im örtlichen Fernsehen. "Wir fragen uns alle: Warum? Und warum hier?"

Warren bestätigte, dass der Polizei ein Abschiedsbrief des Schützen vorliegt. Die Mutter habe ihn den Beamten übergeben, berichtete ein Lokalsender. Die Polizei befinde sich aber noch in der Frühphase der Ermittlungen. Hawkins Vermieterin, Debora Maruca Kovac, hatte dem Nachrichtensender CNN gesagt, der Schütze habe sich in dem Brief für seine Tat entschuldigt und geschrieben, er sei "sein Leben lang ein Stück Scheiße gewesen". Nun aber werde er berühmt sein. Die Vermieterin erzählte außerdem, Hawkins und seine Freundin hätten sich in der vergangenen Woche getrennt. Die Zeitung "Omaha World Herald" berichtete, der Amokläufer habe kürzlich seine Arbeit in einer Filiale der Fastfood-Kette McDonald's verloren.

Ein Freund Hawkins' beschrieb ihn als "durchschnittlich" und nicht besonders auffällig. Er habe dieselben Probleme wie alle anderen seines Alters gehabt. "Er war ein guter Typ." Polizeibeamte fanden die Leiche des Schützen im dritten Stock des Einkaufszentrums.

Der Amoklauf von Nebraska war der letzte in einer Reihe von tödlichen Schießereien in den USA. Im April hatte ein Student auf dem Gelände der Universität Virginia Tech 32 Menschen erschossen.

US-Präsident George W. Bush sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Bush zeigte sich betroffen von dem Amoklauf. Das Weiße Haus erklärte, seine "Gedanken und Gebete seien mit den Opfern und deren Familien". Der Präsident hatte kurz vor der Schießerei bei einer Spendenveranstaltung in Omaha eine Rede gehalten. Der Vorfall ereignete sich, als Bush auf dem Weg zurück nach Washington war.

ler/AFP/Reuters/dpa

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
alles aus der Rubrik Justiz

© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP