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10.01.2008
 

New York

Rentner schieben Leiche auf Bürostuhl durch die Stadt

Gier schlug Schamgefühl und Respekt vor dem Toten: Zwei 65-Jährige haben ihren verstorbenen Freund auf einem Drehstuhl durch Manhattan kutschiert. Sie wollten einen Scheck des 66-Jährigen einlösen.

New York - Das makabre Geschehen beendete der Polizist Travis Rapp, der die Szene beim Mittagessen von einem Restaurant aus beobachtete. Seinen Angaben zufolge täuschte das Duo vor, völlig überrascht zu sein, als es zur Rede gestellt wurde, und sagte: "Oh, mein Gott, er ist gestorben?" Die beiden Männer wurden festgenommen.

David Dalaia und James O'Hare wollten am Dienstag den Sozialhilfe-Scheck ihres Freundes über 355 Dollar (242 Euro) in einem Geschäft im Stadtteil Hell's Kitchen einlösen. Der Mann an der Kasse habe ihnen jedoch gesagt, die auf der Geldanweisung eingetragene Person müsse beim Einlösen des Schecks persönlich anwesend sein. Da ihr 66 Jahre alter Freund vermutlich kurz zuvor gestorben war, zogen sie ihm Hosen, T-Shirt und Schuhe an, legten ihm einen Mantel über, setzten ihn auf einen Bürostuhl und schoben ihn auf die Straße.

Bei den beiden Männern handelt es sich nach Polizeiangaben um Kleinkriminelle, die schon in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erstmals festgenommen wurden. Ihr verstorbener Freund wurde nach Angaben von Verwandten kürzlich im Krankenhaus wegen der Parkinsonschen Krankheit behandelt.

jdl/AP

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