Bremen - Tippgeber aus der Drogenszene sollten für Hinweise auf Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz "belohnt" werden, wie die Staatsanwaltschaft in Bremen mitteilte. Bereits am Dienstag seien die Beschuldigten vernommen und Diensträume sowie Privatwohnungen durchsucht worden. Dabei seien in den Diensträumen Marihuana und Haschisch sichergestellt worden.
Die Staatsanwaltschaft betonte, dass gegen die sechs Beamten einer Einsatzgruppe der Bremer Polizei unterschiedliche Vorwürfe erhoben werden. Ein Beschuldigter soll von beschlagnahmtem Marihuana einen Teil aus der dienstlichen Verwahrung entnommen haben. Zwei der Polizisten wird vorgeworfen, die Wohnung eines mutmaßlichen Drogenhändlers rechtswidrig durchsucht zu haben, indem sie vorgaben, dort etwa zwei Gramm Haschisch gefunden zu haben. Ein weiterer Beamter soll einen Tippgeber veranlasst haben, an einen mutmaßlichen Drogenhändler 500 Gramm Marihuana zu übergeben. Nach der Übergabe sei dieser von den Polizeibeamten festgenommen worden. Bei den Durchsuchungen am Dienstag sei außerdem in den Wohnräumen eines Beamten eine Schusswaffe gefunden worden, für die er keinen Waffenschein besitzt. Das LKA Niedersachsen ermittelt seit November 2007 im Einvernehmen mit der Polizei Bremen.
cjp/AP/ddp
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