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01.04.2008
 

Angriff an der Autobahn

Polizei fahndet mit Phantombild nach Holzklotzwerfer

Heiße Spur im Holzklotz-Fall: Die Polizei sucht nach einer Gruppe von vier bis fünf Jugendlichen - sie sollen sich auf einer Autobahnbrücke aufgehalten haben, als ein sechs Kilogramm schwerer Brocken auf die Fahrbahn gestoßen wurde. Dadurch wurde eine Frau tödlich verletzt.

Oldenburg - Das Phantombild, das die Polizei jetzt veröffentlichte, zeigt eine Gruppe von mehreren Personen, einer hat eine Baseball-Mütze auf dem Kopf und hält ein Fahrrad in der Hand. Es ist eine heiße Spur - glaubt die Sonderkommission "Brücke". Die Gruppe habe sich in unmittelbarer zeitlicher Nähe zur Tat auf der Brücke, die über die Autobahn 29 bei Oldenburg führt, aufgehalten, sagen die Fahnder. Unklar ist, ob es sich um vier oder fünf Jugendliche und junge Erwachsene handelt.

Mit diesem Phantombild fahndet die Polizei nach den möglichen Tätern
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AP/ Polizei Oldenburg

Mit diesem Phantombild fahndet die Polizei nach den möglichen Tätern

Die Personen seien vermutlich im Alter von 16 und 20 Jahren. Zu der Gruppe gehört laut Polizei ein großer junger Mann mit Fahrrad, der eine helle Hip-Hop-Jacke und eine dunkle Baggyhose getragen haben soll. Eine weitere Person, vermutlich weiblich, habe ihre Haare zum Pferdeschwanz gebunden.

Am Ostersonntag war die 33-jährige Olga K. aus dem westfälischen Telgte auf dem Beifahrersitz eines Autos von einem sechs Kilogramm schweren Holzklotz getroffen und vor den Augen von Mann und zwei Kindern tödlich verletzt worden. Der oder die Täter hatten den Klotz gegen 20 Uhr von einer Brücke im Norden von Oldenburg auf das Auto der Familie geworfen. Bisher fehlte jede Spur von den möglichen Tätern.

Mit Fahndungsplakaten versuchen die Ermittler nun, weitere Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten: An Tankstellen, Schulen, Geschäften und in Bussen würden die Phantombilder ausgehängt, hieß es. Auch im Fernsehen fahndet die Polizei nach den Tätern: Am Mittwoch soll im ZDF um 20.15 Uhr in der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" die Bevölkerung um Mithilfe gebeten werden.

Die Ermittler der Soko "Brücke" interessieren sich auch dafür, woher die Tatwaffe stammte: Nach dem jetzigen Ermittlungsstand habe es sich nicht um einen sogenannten Hauklotz gehandelt, der zum Spalten von Holz genutzt wird. Vielmehr sei es ein aus einem Stamm herausgesägtes Stück gewesen, das schon einige Zeit im Freien gelegen haben müsse, schrieb die Soko "Brücke". Die Polizei hat eine Belohnung von 6000 Euro ausgesetzt. Bisher sind rund 150 Hinweise eingegangen.

flo/AP

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