Dschidda - Während eines ganz gewöhnlichen Wutanfalls soll Sabri Bogday auf Gott und den Propheten Mohammed geschimpft haben. Doch er hatte offenbar nicht mit der Reaktion seiner Gesprächspartner gerechnet. Wie die Zeitung "Arab News" am Montag berichtet, zeigten ein Ägypter und ein Saudi den 31-jährigen Friseur wegen Blasphemie an - nachdem einer der Kläger mit ihm heftig gestritten hatte.
Wie die Zeitung berichtete, soll Bogday während einer ersten Anhörung vor Gericht zugegeben haben, in seinem Friseursalon geflucht und dabei Gott und den Propheten beleidigt zu haben. Später habe er dies jedoch bestritten. Trotzdem verurteilte ihn ein Gericht in Dschidda am 31. März 2007 wegen Gotteslästerung zum Tod durch das Schwert.
Ein Berufungsgericht der Stadt Mekka werde kommende Woche über den Fall entscheiden, schreibt "Arab News". Sabri Bogday lebt bereits seit elf Jahren in Saudi-Arabien. Seine Frau erklärte gegenüber türkischen Medien, ihr Ehemann kenne die Gesetze des islamischen Königreiches sehr genau. Er hätte deshalb niemals in der Öffentlichkeit auf Gott geschimpft. Der ägyptische Schneider, der nicht vor Gericht erschienen sei, habe gelogen, erklärte sie.
Vertreter des türkischen Konsulats in Dschidda hätten zwar zu Beginn des Prozesses gegen Bogday einer Verhandlung beigewohnt, schreibt "Arab News". Man habe dem Angeklagten aber keinen Anwalt zur Verfügung gestellt.
ala/dpa
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