Berlin - Wie die Staatsanwaltschaft in Berlin am Mittwoch mitteilte, wurden in der Hauptstadt sowie in Hamburg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Belgien 109 Wohnungen durchsucht und dabei Vermögenswerte in Höhe von 3,5 Millionen Euro, darunter 120 Kilogramm Gold, sichergestellt.
Insgesamt 370 Beamte des Landeskriminalamts Berlin, 64 der Steuerfahndung sowie weitere Dienstkräfte und Beamte der Staatsanwaltschaft Berlin durchsuchten Wohnungen, Büro- und Geschäftsräume, sicherten Beweismittel und nahmen die mutmaßlichen Täter fest, denen die gewerbs- und bandenmäßige Steuerhinterziehung in großem Ausmaß angelastet wird.
Die Beschuldigten sollen seit März 2007 über ein eigenes Firmengeflecht Anlagegold angekauft, geschmolzen, dabei verunreinigt und wieder verkauft haben. Auch erhielten Beschuldigten die vom Endabnehmer zu zahlende Umsatzsteuer. Statt diese ordnungsgemäß an das Finanzamt abzuführen, sollen die Beschuldigten die Umsatzsteuern mit Scheinrechnungen verrechnet und behalten haben.
jdl/AP
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