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25.04.2008
 

Erschossener Schwarzer

Freispruch für US-Polizisten - Rassenunruhen befürchtet

Es ist ein Gerichtsurteil, das im schlimmsten Fall neue Rassenunruhen in New York auslösen könnte: Drei Polizisten waren angeklagt, die vergangenen November das Feuer auf den schwarzen US-Amerikaner Sean Bell eröffnet hatten. Er starb im Kugelhagel. Die Polizisten wurden jetzt freigesprochen.

New York - Sean Bell starb im Kugelhagel, rund 50 Schüsse wurden auf ihn abgefeuert: Rund eineinhalb Jahre nach dem Tod des 23-jährigen New Yorkers sind drei beteiligte Beamte von allen Vorwürfen freigesprochen worden. Der Entscheidung des Gerichts im Stadtteil Queens ging ein fast zweimonatiges Verfahren voraus.

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AP

Sean Bell war 2006 kurz vor seiner Hochzeit, an seinem Junggesellenabschied, erschossen worden. Im Gerichtssaal fanden sich heute zahlreiche Schaulustige ein, außerdem die Verlobte des Opfers und dessen Eltern. Vor dem Gebäude zeigte sich eine Menge enttäuscht von dem Urteil. Einige begannen zu weinen.

Zwei der drei angeklagten Polizisten waren wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt worden. Im Fall einer Verurteilung drohte ihnen eine Haftstrafe bis zu 25 Jahren. Einem dritten Beamten wurde Gefährdung der öffentlichen Sicherheit vorgeworfen. Gegen zwei weitere beteiligte Polizisten wurde keine Anklage erhoben. Die drei Angeklagten erklärten sich im Prozess für nicht schuldig.

Einer der Beamten hatte insgesamt 31 Schüsse abgegeben, der andere elf. Die New Yorker Polizei geriet nach dem Vorfall ins Kreuzfeuer der Kritik. Ihr wurde vorgeworfen, ihre Beamten seien schießwütig. Es wurde auch der Vorwurf des Rassismus laut.

Die New Yorker Polizei hat sich nach dem Urteil heute sicherheitshalber auf Unruhen und Protest eingestellt und sich für den Ernstfall gewappnet, berichtet die "New York Times". "Wir sind auf jeden Einsatz vorbereitet", sagte Raymond W. Kelly von der New Yorker Polizei.

Der 23-Jährige war am 25. November 2006 in seinem Auto tödlich getroffen worden - die Polizisten hatten insgesamt rund 50 Schüsse abgefeuert. Mit seinen Freunden hatte Sean Bell zuvor bei der Abfahrt von einem Striplokal einen Polizisten in Zivil gestreift und ein nicht gekennzeichnetes Polizeifahrzeug gerammt. Seine beiden Mitinsassen, wie er selbst unbewaffnet, wurden schwer verletzt.

jjc/AP

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