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27.05.2008
 

Getöteter Robert Knox

Verdächtiger des Mordes beschuldigt

Ein Streit um ein Handy war der Grund für die Bluttat: Robert Knox, Darsteller im neuen Harry-Potter-Film, wollte seinen zwei Jahre jüngeren Bruder verteidigen und wurde vor einer Londoner Kneipe erstochen. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen offiziell des Mordes beschuldigt.

London - Der 18-Jährige Knoy geriet am Sonntag in den frühen Morgenstunden im Londoner Stadtteil Sidcup in den tödlichen Streit. Er starb, weil er seinen 17- jährigen Bruder Jamie vor einem Angreifer schützen wollte, berichtete die "Sunday Times" am Sonntag. Gerade erst habe er die Dreharbeiten für den neuen Film "Harry Potter und der Halbblutprinz" beendet, der im November in Großbritannien in die Kinos kommen soll.

Robert Knox mit seiner Mutter Sally: "Er war unser Goldstück"
AP

Robert Knox mit seiner Mutter Sally: "Er war unser Goldstück"

Nun hat die Polizei einen 21-jährigen Verdächtigen offiziell des Mordes beschuldigt. Der Mann soll am Dienstag in einem Gericht im Südosten Londons vorgeführt werden. Offenbar war der Täter mit zwei Messern bewaffnet in die "Metro Bar" gekommen.

Knox spielt im neuesten Harry-Potter-Epos, das im November in Deutschland in die Kinos kommen wird, den Ravenclaw-Schüler Marcus Belby. "Harry Potter und der Halbblutprinz" ist die sechste Kinoverfilmung aus der Reihe der Bücher von Joanne K. Rowling über die Abenteuer des Zauberlehrlings. Knox trat auch in der erfolgreichen TV-Polizeiserie "The Bill" auf.

Die neuerliche Bluttat löste in Großbritannien Entsetzen aus. Freunde und Familienangehörige legten am Tatort Blumen nieder. Die Eltern des jungen Schauspielers veröffentlichten eine Erklärung, in der sie ihren Sohn als "freundlich und fürsorglich" beschrieben. "Er hat immer anderen geholfen und hätte ihnen seinen letzten Penny gegeben." Alle mochten ihn. "Er war unser Goldstück." Die Produktionsgesellschaft Warner Bros. erklärte: "Wir sind alle schockiert und traurig über diese Nachricht und sind in Gedanken bei seiner Familie."

han/AFP

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