Basel - Nach dem Fußballkrimi zwischen der Schweiz und der Türkei sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens 80 Personen festgenommen worden. In Basel, Bern, Zürich und Aarau schlug Enttäuschung über das Ausscheiden des Gastgebers in Aggressionen um.
Das 1:2 in letzter Minute habe bei einigen Fans die Nerven durchgehen lassen, teilte die Projektleitung der EM-Veranstalter mit. Die Sicherheitskräfte hätten durch rasches Eingreifen die Lage aber schnell entschärft. Die Sanitäter in Basel behandelten 122 Menschen, von denen fünf in eine Klinik gebracht werden mussten. 25 Personen wurden von der Polizei ins Baseler Haftzentrum "Schällenmätteli" gebracht.
In Bern gingen die Beamten nach Spielschluss gegen eine Gruppe von Schweizer Ultras vor. Vor allem in der Umgebung des Bahnhofs sei es zu Provokationen und Sachbeschädigungen gekommen, sagte ein Polizeisprecher. 20 Personen seien festgenommen worden. Angesichts der vollen Fan-Zonen sei es aber eine verschwindend kleine Minderheit gewesen, die offenbar aus Frust Probleme bereitet habe.
Auch in Zürich wurden bis zum späten Abend 20 Personen festgenommen. 14 Festnahmen und eine Verhaftung meldete die Kantonspolizei in Aarau. Ein Polizist und ein Fan wurden leicht verletzt. Rund 400 türkische Fans, die nach dem Spiel friedlich feiernd zum Bahnhof unterwegs waren, stießen auf etwa 200 Schweizer Fans, die nach Darstellung der Polizei die Provokation suchten.
han/AP
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