Sao Paulo - Mindestens zehn mit Pistolen und Messern bewaffnete junge Männer stürzten sich auf den 67-jährigen Ausnahmesportler, als dieser mit seinem Auto durch das Seebad Guarujá im Bundesstaat São Paulo fuhr.
Wie das brasilianische Magazin "Veja" am gestrigen Sonntag berichtete, erkannten die Räuber zwar den berühmten Kicker. Dies hielt sie aber offenbar nicht davon ab, Pelé um seine goldene Halskette, ein Mobiltelefon und eine Armbanduhr zu erleichtern.
Die Angreifer seien vermutlich Drogenkonsumenten gewesen, erklärte Pelé der Zeitung "A Tarde Online" zufolge. Der Sportler habe während des Überfalls Ruhe bewahrt, hieß es. "Veja" zufolge verzichtete Pelé darauf, den Überfall, der sich bereits am 13. Juni ereignete, der Polizei zu melden. Pelés ältester Sohn Edinho wurde in der Vergangenheit wegen Drogenhandels mehrfach verhaftet.
Pelé - bürgerlicher Name Edson Arantes - ist in seiner Heimat der unumstrittene Fußballgott. Der Weltfußballverband FIFA ernannte ihn zum Weltfußballer des vergangenen Jahrhunderts. Von seinen Landsleuten wird der aus armen Verhältnissen stammende Sportler ehrfürchtig "O Rei", der König, genannt.
Am 2. Januar 1995 wurde Pelé von Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso zum außerordentlichen Sportminister ernannt. Während seiner dreijährigen Amtszeit versuchte er, die Korruption unter brasilianischen Fußballfunktionären zu bekämpfen.
ala/AP
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Justiz | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH