Kassel - Gegen 1.30 Uhr in der Nacht zum Montag gingen bei der Polizei im hessischen Bad Sooden-Allendorf mehrere Notrufe ein. Gäste des Erntedankfestes berichteten, vier schwarz gekleidete junge Männer seien in das Festzelt eingedrungen und hätten mit Schlagstöcken, Baseballschlägern und Holzlatten wahllos auf jeden eingeschlagen, der sich ihnen in den Weg stellte.
Die Angreifer im Alter von etwa 18 bis 22 Jahren trugen Augenzeugen zufolge Bein- und Knieschoner sowie Arm- und Brustpanzer. Sie seien aus ihren Autos gesprungen und direkt ins Zelt geeilt. Die vor dem Eingang postierten Sicherheitsleute hätten sie nicht aufgehalten, hieß es.
Elf Menschen erlitten Prellungen, Platz- sowie Schürfwunden, zwei von ihnen wurden so schwer am Kopf verletzt, dass sie mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Lebensgefahr bestehe allerdings nicht, sagte ein Polizeisprecher.
Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Das Motiv der Männer blieb zunächst unklar. "Wir tappen noch im Dunkeln", sagte ein Polizeisprecher.
ala/AFP/AP/ddp
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