Köln - Drei junge Männer, die am Mittwoch in Köln zwei Polizisten in einen Hinterhalt gelockt und beschossen haben sollen, sind wegen des Verdachts der versuchten Tötung in Untersuchungshaft genommen worden. Das bestätigte der Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, Tino Seesko, am Freitag. Medienberichte, wonach die Tat einen islamistischen Hintergrund haben soll, wollte der Sprecher nicht bestätigen.
Der "Kölnischen Rundschau" zufolge handelt es sich bei den mutmaßlichen Tätern um drei Jugendliche mit Migrationshintergrund im Alter von 15, 16 und 17 Jahren. Sie sollen bei der polizeilichen Vernehmung mehrfach vom Dschihad, dem Heiligen Krieg, gesprochen haben. Laut Westdeutschem Rundfunk (WDR) sollen sie erklärt haben, sie wollten beide Beamten töten, um ein Zeichen des islamistischen Terrors zu setzen. Am Donnerstagabend hieß es aus Ermittlerkreisen, die Festgenommenen seien durch radikal-islamische Hassvideos im Internet zu der Tat animiert worden.
Die jungen Männer hatten in der Nacht zu Mittwoch im Kölner Stadtteil Rondorf eine 26-jährige Polizistin und ihren 38 Jahre alten Kollegen per Notruf in einen Hinterhalt gelockt. Die beiden Beamten waren zu einem Hilfseinsatz gerufen worden. Als sie sich einer auf dem Boden liegenden Person näherten, sprang diese plötzlich auf. Gleichzeitig stürmten zwei weitere junge Männer aus dem angrenzenden Wald und bedrohten die Polizisten mit Schusswaffen. Die Beamten gaben zwei Warnschüsse ab, worauf die Täter flüchteten und dabei mehrmals schossen.
ala/dpa/ddp
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