Mogadischu - Ein lokaler Stammesführer berichtete der Nachrichtenagentur Reuters von der Jagd auf die Piraten. Schwer bewaffnete Islamisten seien in die somalische Hafenstadt Haradheere eingedrungen, um die Entführer des Supertankers "Sirius Star" zu suchen.
Die Islamisten hätten gesagt, "sie werden die Piraten angreifen, weil diese ein muslimisches Schiff entführt hätten", sagte der Stammesälteste in einem Telefonat. "Die Islamisten suchen nach den Piraten und dem Schiff. Ich habe vier Autos voller Kämpfer gesehen, die durch jede Straße der Stadt fahren."
Der Tanker aus Saudi-Arabien wurde vor einer Woche von somalischen Seeräubern gekapert. Er transportiert Öl im Wert von hundert Millionen Dollar und liegt der US-Marine zufolge vor Haradheere vor Anker. Die islamistischen Gruppen in Somalia kämpfen seit zwei Jahren gegen Regierungstruppen und ihre äthiopischen Verbündeten. Gerüchte über eine Beteiligung an den Piratenangriffen wiesen sie jedoch zurück.
Die US-Marine und der saudiarabische Schiffeigner des gekaperten Supertankers haben Berichte über Lösegeldforderungen der Piraten nicht bestätigt. "Ich habe die Berichte gelesen, aber ich kann nichts davon bestätigen", sagte ein Sprecher der in Bahrain stationierten 5. US-Flotte. Die US-Marine habe keine neuen Informationen zu der Entführung, vermute aber, die "Sirius Star" liege weiterhin vor der somalischen Küste bei Haradheere vor Anker. Auch ein Sprecher der betroffenen Reederei Saudi Aramco erklärte, er wisse nichts Neues. Berichte über ein Lösegeld in Höhe von 25 Millionen Dollar wollte er nicht kommentieren.
Die französische Nachrichtenagentur AFP hatte einen Piraten zitiert, dem zufolge die Seeräuber ein Lösegeld von 25 Millionen Dollar innerhalb von zehn Tagen verlangt hätten.
Der dänische Reederei-Konzern A.P.Møller-Maersk hat ab sofort aus Furcht vor Piraten den Kurs seiner Tanker auf dem Weg nach Asien geändert. Wie ein Unternehmenssprecher am Freitag in Kopenhagen bestätigte, dürfen die betroffenen Schiffe nicht mehr den Suez-Kanal und den sich anschließenden Golf von Aden benutzen, wenn sie zwischen Europa und Fernost verkehren. Stattdessen müssen sie den um ein Vielfaches längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung am südlichen Zipfel Afrikas nehmen.
Wegen der explosiven Zunahme der Überfälle von Piraten sei die Nutzung der Route durch den Suez-Kanal nur mit Eskorte von Kriegsschiffen möglich, betonte Maersk weiter. Das dänische Unternehmen betreibt die größte Containerflotte der Welt und schickte bisher mehr als hundert Schiffe pro Monat durch den Suez-Kanal.
als/Reuters/dpa
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Jedes Schiff mit wenigen Wachleuten an Bord wird nicht gekentert.Das kostet einen Promilleanteil gemessn an den Lösegeldzahlungen/Ausfällen/Reinigungskosten Wenn aus Geldgier die Schiffe nahezu ohne Bestzung auf den Weg [...] mehr...
Da fischt schon seit Jahren niemand mehr mehr...
Somalia hat nur drei Häfen. Es sollte leicht sein, grössere Schiffe zu beobachten und dann verhindern, das diese als Mutterschiffe für Piratenboote benutz werden können. Nur so können die Piraten hunderte von Meilen von der [...] mehr...
Sie spielen wohl gerne 'Schiffe versenken'? Ich bin ja auch für Durchgreifen, und die Franzosen machen das ja auch, inklusive an Land, aber man sollte beim Schiffe versenken doch auch bedenken, dass sich an Bord gekaperter [...] mehr...
Somalia hat nur ca. 2 Dutzend Häfen. Die Piraten sind keine Kriminellen sondern irreguläre Kombatanten. Sie üben in Somalia de facto die Staatsgewalt aus. Alle entführten Schiffe stürmen. Die Piraten auch an Land verfolgen. Den [...] mehr...
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