Hamburg - Nach dem Urteil im Hamburger Mordprozess um die Deutsch-Afghanin Morsal Obeidi ist eine anonyme Todesdrohung gegen den Staatsanwalt aufgetaucht.
Das elektronische Schreiben sei am Freitag - dem Tag der Urteilsverkündung - bei der "Hamburger Morgenpost" eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Er bestätigte damit entsprechende Medienberichte.
"Wir haben es geprüft, bewertet und unsere Rückschlüsse daraus gezogen. Zu Schutzmaßnahmen als solches werde ich aber keine Angaben machen."
Das Hamburger Landgericht hatte den 24 Jahre alten Bruder der getöteten jungen Frau wegen heimtückischen Mordes an seiner Schwester zu lebenslanger Haft verurteilt.
Danach war es im Gerichtssaal zu Tumulten gekommen.
Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann sie am 15. Mai 2008 aus Wut über ihren westlichen Lebensstil durch einen Cousin auf einen Parkplatz locken ließ und sie nach einem Wortwechsel mit 23 Messerstichen tötete.
pad/dpa
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