Chicago - Während eines Sonntagsgottesdienst in der First Baptist Church in Maryville im US-Bundesstaat Illinois hatte ein Mann sich der Kanzel genähert und nach einem kurzen Wortwechsel das Feuer eröffnet: Der 27-Jährige, der dabei einen Baptisten-Pastor tötete, war aufgrund einer Borreliose offenbar schwer verhaltensgestört. Er sei als Teenager von einer Zecke gebissen und danach schwer krank gewesen, sagte seine Mutter schon vergangenes Jahr der Zeitung "St. Louis Post Dispatch", die damals einen Artikel über die Krankheit veröffentlichte.
Nachbarn berichteten, der junge Mann habe manchmal auf der Straße gestanden und ohne nachvollziehbaren Grund geschrien und geflucht. Die Polizei stellte einen Terminkalender sicher, auf dem der 27-Jährige den Sonntag als "Tag des Todes" markiert hatte. Die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Illinois leitete Ermittlungen wegen Mordes und schwerer Körperverletzung ein.
Nach der Tat hatte der Mann versucht, sich das Leben zu nehmen. Weil seine Pistole aber eine Ladehemmung hatte, zückte er ein Messer und verletzte sich selbst, berichtet der TV-Sender MSNBC.
jjc/AFP
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