Berlin - Der Mann wurde am Mittwoch in der Kabine einer Behindertentoilette auf der Station 45 für Nierenheilkunde gefunden, berichtet die "Berliner Morgenpost". Da war er schon mehrere Tage tot. Das Personal der Berliner Universitätsklinik habe wegen des strengen Geruchs die Polizei alarmiert. Der genaue Todeszeitpunkt des 29-jährigen Dresdners könne derzeit nicht genannt werden, heißt es bei der Polizei. Auch die Todesart sei unklar. Anhaltspunkte für ein Verbrechen sieht die Polizei jedoch nicht.
Nach Angaben von Charité-Sprecherin Kerstin Endele war der Mann zuletzt lebend am Abend des 6. März gesehen worden. Er war auf dem Klinikgelände gefunden und in die Notaufnahme gebracht worden. Vermutlich handelte es sich um einen Drogenabhängigen, da er ein Spritzbesteck bei sich hatte.
Der Mann sei vom Kreislauf stabil und ansprechbar gewesen. Das Spritzbesteck sei ihm abgenommen und entsorgt worden. Er habe sich gegen den Transport in die Notaufnahme gewehrt und eine weitere Behandlung dort abgelehnt. Nach etwa zehn Minuten habe er die Station auf eigenen Wunsch verlassen.
Warum der Leichnam so spät entdeckt worden sei, wisse sie nicht, so die Sprecherin.
ler/dpa
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