Los Angeles - Schon im April war Phil Spector schuldig gesprochen worden, nun hat ein Gericht in Los Angeles auch das Strafmaß festgelegt: Der frühere Musikproduzent, der auch mit den Beatles zusammengearbeitet hat, muss wegen Mordes und illegalen Waffenbesitzes für 19 Jahre ins Gefängnis.
Spector hat nach der Überzeugung des Gerichts im Februar 2003 die Schauspielerin Lana Clarkson in seiner Villa in Los Angeles erschossen. Die beiden sollen sich erst wenige Stunden zuvor in einem Nachtclub begegnet sein. Spector hatte die Anschuldigungen bis zuletzt zurückgewiesen und ausgesagt, Clarkson habe sich in seinem Haus selbst das Leben genommen. Ein erster Prozess war im September 2007 geplatzt, weil die Geschworenen sich damals nicht auf ein Urteil einigen konnten.
Der heute 69-jährige Spector gilt als einer der einflussreichsten Produzenten der Rock- und Popmusik. Er ist der Erfinder der legendären "Wall of Sound"-Aufnahmetechnik. Anfang der siebziger Jahre produzierte Spector die letzte Beatles-LP "Let it be" und die Solo-Alben von John Lennon ("Imagine") und George Harrison ("All Things Must Pass"). Auch mit Tina Turner und The Ramones hat er zusammengearbeitet.
In den vergangenen Jahren war sein Ruhm allerdings verblasst: Spector machte schon lange nur noch durch exzentrisches Verhalten und seltsame Interviews auf sich aufmerksam.
hut/AFP
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