Paris - Es ist kurz nach Mittag gewesen, als ein etwa 50 Jahre alter Mann die Filiale des Juweliers Chopard betreten hatte. Er trug einen Hut, um sein Gesicht vor den Videokameras an der Decke zu verbergen, bedrohte die Angestellten mit einer Pistole, ließ sich die Auslagen einpacken. Nur zwei Minuten später floh der Täter ohne große Eile zu Fuß. Seine Beute: Schmuck im Wert von sechs bis zehn Millionen Euro.
Juwelier Chopard in Paris: Überfallen am helllichten Tag
Besonders dreist erscheint die Flucht des Ganoven: Obwohl der Tatort des Coups, der belebte Place Vendôme, voller Touristen und Spaziergänger war, fiel der Raub nicht auf.
Das Juwelierhaus Chopard hat seine Wurzeln in der Schweiz, ist heute aber international vertreten. Das Unternehmen ist berühmt für seine aufwendigen Uhren und Juwelen, die Kreationen werden von Stars gern bei der Oscar-Verleihung oder während der Filmfestspiele von Cannes getragen.
Erst im Dezember des vergangenen Jahres hatte es in Paris einen spektakulären Überfall auf Edel-Juwelier Harry Winston gegeben: Damals entkamen die Täter mit Uhren und Juwelen im Wert von etwa 80 Millionen Euro.
hut/dpa/AP/AFP
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