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13.07.2009
 

Sudan

Frauen ausgepeitscht, weil sie Hosen trugen

Sie hielten sich nicht an die übliche Kleiderordnung und begangen damit ein "Verbrechen": Im Sudan wurden zehn Frauen ausgepeitscht, weil sie Hosen trugen.

Nairobi/Khartum - Die jungen Frauen waren in der vergangenen Woche im Sudan wegen "provokativer Kleidung" festgenommen worden. Die Sittenwächter hatten Anstoß daran genommen, dass die Mädchen und Frauen Hosen getragen hatten, berichtet die "Sudan Tribune" am Montag in ihrer Online-Ausgabe.

Zehn der insgesamt 13 Frauen seien von einem Gericht östlich der Hauptstadt Khartum zu zehn Peitschenhieben und einer Geldstrafe verurteilt worden.

Eine der festgenommenen Frauen ist Journalistin und Mitarbeiterin in der UN-Mission im Sudan. Sie berichtete der Zeitung, die jungen Frauen seien so eingeschüchtert gewesen, dass sie ihr "Verbrechen" eingestanden. Über die Konsequenzen seien sie sich nicht im Klaren gewesen. Im Nordsudan ist das islamische Recht (Scharia) die Gesetzesgrundlage.

jjc/dpa

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