Zürich/Wien - Eine Gruppe radikaler Tierschützer hat sich dazu bekannt, das Ferienhaus von Novartis-Chef Daniel Vasella in Österreich niedergebrannt zu haben. Auf einer Internet-Seite schildert die bisher unbekannte Organisation MFAH (Militant Forces Against Huntington Life Science) detailliert, wo sie die Brandsätze mit insgesamt 60 Litern Benzin platzierte.
"Wir werden Dein Privatleben wo immer möglich angreifen", heißt es in dem Text. "Wir werden Dein Leben zerstören." Vasellas Jagdhaus war am Montag in Flammen aufgegangen. Unterdessen erhielt das österreichische Innenministerium ein Bekennerschreiben von der MFAH, das auf seine Authentizität geprüft wird.
Neben dem Brandanschlag ist in Vasellas Straße Graffiti aufgetaucht, die ihn als Mörder bezeichnet. Zudem wurden zwei Gräber seiner Familie entweiht. Ein Sprecher des schweizer Pharmakonzerns erklärte, es seien Autos von Mitarbeitern beschädigt und bereits im Mai ein Feuer einer Sportstätte des Unternehmens in Frankreich gelegt worden.
Viele der Proteste richten sich gegen Huntingdon Life Sciences (HLS), ein britisches Tierversuchslabor. Novartis gilt bei einigen Tierschützern als Kunde des Labors, wie auch AstraZeneca und GlaxoSmithKline. Der Novartis-Sprecher betonte dagegen, dass man nicht länger Kunde von Huntingdon sei. Die Aktionen der Tierschützer stellten eine Eskalation dar. Die Vorfälle hätten zugenommen.
can/Reuters/AFP
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