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Lynchjustiz Peruaner verbrennen Studenten

Grausiger Flammentod in den Anden: In Peru zündeten Hausbewohner einen Medizinstudenten an, nur weil sie vermuteten, er könnte ein Einbrecher sein - in Wahrheit war es der Sohn des örtlichen Oberstaatsanwalts.

Lima - Der 27-jährige Jack Briceño studierte Medizin in Russland und machte Urlaub in seiner Heimatstadt Juliaca. Die Täter hatten den jungen Mann nicht erkannt und angesichts der bloßen Möglichkeit umgebracht, dass er einen Einbruch begehen könnte, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Andino am Sonntag. Briceño, der der Sohn des Oberstaatsanwalts der südperuanischen Region Puno war, starb an schweren Verbrennungen im Krankenhaus.

Die Vereinten Nationen (UN) hatten sich im vergangenen Jahr besorgt über die zunehmende Zahl von Lynchmorden in Bolivien geäußert. Die häufigen Fälle von Selbstjustiz in Peru und Bolivien werden von Experten mit alten Regeln der Aymara-Kultur in Verbindung gebracht. Außerdem hätten viele Bürger das Gefühl, dass die Polizei nicht hart genug durchgreife.

tht/dpa

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