München - Abschied unter freiem Himmel: Mit einem Gottesdienst haben Münchner Bürger am Mittwochabend ihre Trauer um das Todesopfer der S-Bahn-Attacke gezeigt. Rund 500 Menschen nahmen nach Polizeiangaben an dem Gedenken auf einem Parkplatz unweit des Tatorts in München-Solln teil. Viele waren mit Blumen und Kerzen gekommen.
Der von zwei Jugendlichen erschlagene Dominik B. "hat der Zivilcourage ein Gesicht gegeben", sagte der evangelische Pfarrer Christian Wendebourg bei der ökumenischen Andacht. "Sein Mut hat vier Kinder geschützt." Zeitgleich mit dem Beginn des Gottesdienstes am frühen Abend standen in ganz München S- und U-Bahnen sowie Busse und Straßenbahnen für eine Gedenkminute still.
Zu Beginn der Andacht wurde ein Grußbotschaft der Eltern des Opfers verlesen, in der sie sich für die Anteilnahme bedankten. "Betroffenheit, Bestürzung, Fassungslosigkeit - ja, auch Wut - waren in den vergangenen Tagen unsere Begleiter. Und sie werden es wohl auch über diesen Abend hinaus sein", sagte der katholische Pfarrer Wolfgang Neidl, der ebenfalls B.s Zivilcourage würdigte.
Dominik B. hatte am Samstag in einer S-Bahn in München Jugendliche daran gehindert, vier Kinder im Alter von 13 bis 15 Jahren anzugreifen. Schließlich attackierten die Schläger den 50-Jährigen; er erlag seinen schweren Verletzungen.
Am Vormittag hatte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mitgeteilt, dass Dominik B. postum mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet wird. Bundespräsident Horst Köhler prüft unterdessen angeblich eine nachträgliche Auszeichnung auch mit dem Bundesverdienstkreuz, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Viele Bürger hätten in diesen Tagen Köhler darum gebeten, heißt es aus dem Bundespräsidialamt, das jedoch offiziell nicht dazu Stellung nehmen will.
can/dpa
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...in der Debatte. mehr...
Komisch, haben Sie nicht vorhin selbst was Aggression und Bildzeitungsniveau geschrieben? Danke übrigens, habe schon vier Genies geboren. mehr...
Ich dachte, ich dachte ... nein, haben Sie nicht. Sie glauben nur selbst den Mist von den Gutmenschen, den Sie so loslassen. Die von Ihnen geächteten Gutmenschen können nämlich ganz anders. Und was den Staat angeht: Der ist [...] mehr...
bei all der Diskussion das Umfeld vieler heutigen Kinder nicht vergessen und auch nicht das vor 30Jahren, diese Prachtwohnsilos, von preisgekrönten Architekten, aus Beton und Wasckkies, wenn ich hier an einer Mittelpunktschule [...] mehr...
Der von Ihnen zitierte Poster kennt die deutsche Strafjustiz nur unzureichend. Üben Sie daher Nachsicht. mehr...
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