Velbert - Die neunjährige Kassandra, die in Velbert bei Wuppertal lebensgefährlich verletzt in einen Kanalschacht geworfen wurde, ist von den Ärzten der Essener Uni-Klinik aus dem künstlichen Koma geholt worden. Das Kind sei aber noch nicht bei Bewusstsein, sagte ein Sprecher der Polizei in Mettmann am Freitag. Es sei auch nicht absehbar, wann Kassandra erwache und ob es sich dann an das Martyrium werde erinnern können.
Wie der Sprecher weiter sagte, rodeten etwa 60 Beamte Büsche und Bäume rund um den Kanalschacht und stellten "jeden Millimeter auf den Kopf".
Ein Unbekannter hatte das Mädchen am Montag gegen 18 Uhr auf dem Weg von einem Kindertreff nach Hause überfallen, es fast zu Tode geprügelt und dann in einen Gully geworfen. Diesen verschloss der Täter anschließend mit einem zwischen 30 und 40 Kilogramm schweren Kanaldeckel, wie die Polizei mitteilte.
Kassandra war erst am Dienstagmorgen um 1.19 Uhr von einem Suchhund in dem Schacht gefunden worden. Ihre Eltern hatten sie Stunden zuvor als vermisst gemeldet.
tht/dpa
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