Hamburg - Auf anderthalb eng beschriebenen Seiten im DIN-A4-Format erklärt der Schüler mit kantiger Handschrift nach SPIEGEL-Informationen, was nach seinem Tod mit seinem Leichnam und seinen Besitztümern geschehen soll. Unter anderem gibt er an, für wen seine selbst verfassten Gedichte und Geschichten bestimmt seien.
Die erste Seite trägt das Datum "11.9.2009", die zweite das Datum "9/11/2009". Laut den Ermittlern enthalten die Blätter jedoch keinen Hinweis auf die Tat oder einen geplanten Suizid: "Es ist ein Testament im klassischen Sinne."
In seinem Zimmer fand die Polizei auch einen linierten Schülerkalender im DIN-A5-Format, in dem Georg R. für den "17.9." die Worte "Apocalypse Today" eingetragen hat; zudem stellten die Beamten einen PC und einen Laptop sicher sowie eine Menge DVDs und CDs, darunter Gewaltvideos.
Die Auswertung der Festplatten war am vergangenen Freitag noch nicht abgeschlossen.
Georg R. befand sich in psychotherapeutischer Behandlung bei einem Psychologen, der in Ansbach praktiziert. Den angehenden Abiturienten plagten wohl Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen. Zudem gehen die Ermittler Hinweisen nach, dass er in den Tagen vor der Tat Medikamente eingenommen habe.
Bessere Schulung von Lehrern gefordert
Die Tat des Einzelgängers R. hat die Diskussion über Präventionsmaßnahmen neu entfacht. Viele der Anregungen - von festangestellten Psychologen an jeder Schule bis zu besseren Türsicherungen - seien zwar sinnvoll, meint Jens Hoffmann vom Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement in Darmstadt, die entscheidende Frage sei aber: "Haben Schulen ausgebildete Krisenteams?"
Um die Warnsignale zu erkennen, die es vor jedem Amoklauf gebe, müssten Lehrer geschult und mit Polizei und Psychologen vernetzt werden. Oft würden die Warnsignale nicht ernst genommen oder es sei nicht klar, an wen man sie weitergeben solle.
Der Bielefelder Gewaltforscher Wilhelm Heitmeyer warnt hingegen davor, eine Liste mit Risikofaktoren aufzustellen: "Die Folgekosten für das soziale Zusammenleben sind immens." Alle Amokläufer litten unter Anerkennungsverlusten, deshalb müsste sich an den Schulen "eine neue Anerkennungskultur entwickeln".
Es dürfe nicht nur auf die Leistungen in Mathematik oder Deutsch ankommen, es müssten auch andere Präsentationsmöglichkeiten gegeben sein. Die Schule solle die Persönlichkeitsentwicklung fördern, nicht zerstören. "Gewaltexplosionen finden wir vor allem an weiterführenden Schulen", sagt Heitmeyer, hinter diesem Phänomen stecke vermutlich ein strukturelles Problem.
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Natürlich mussen auch die kranken Seelen geheilt werden. Meine am besten gleich mit. Und die meiner Nachbarn auch. mehr...
Das letzte stimmt auf jeden Fall. Leider löst das aber nicht alle Probleme. Ich spreche aus Erfahrung. mehr...
Ohne den Kapitalismus, der Billigarbeiter brauchte, wären die alle gar nicht hier. Und die jetzigen Niedriglöhne und Lebensumstände sind ausser liebloser Erziehung verantwortlich für die Bedingungen und die dunkle Stimmung, [...] mehr...
Definitiv nicht, zumindest nicht bei bei Judengewalt. Meist sind diese Auseinandersetzungen und Übergriffe Affekthandlungen die auch mit Kameraüberwachung stattfinden. Ein gutes Beispiel ist die Kameraüberwachung auf St.Pauli [...] mehr...
was zum Löschen, der Beitrag ist vollkommen falsch, aber der Forumsbetreiber scheint der gleichen Meinung zu sein und löscht deshalb meine Antwort, egal, der Beitrag ist eben verkehrt, und das sag ich Ihnen als Deutscher mit 3 [...] mehr...
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