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23.09.2009
 

Hamburg

Jugendliche traten Mann wegen 20 Cent tot

Es ging um eine lächerliche Summe: Zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche aus Hamburg schlugen laut Polizei einen Mann in einer Tunnelanlage nieder und töteten ihn mit Tritten gegen den Kopf. Der 44-Jährige hatte sich geweigert, den beiden 20 Cent zu geben - jetzt wurden die mutmaßlichen Täter verhaftet.

Hamburg - Die Tat soll sich bereits am 12. Juni ereignet haben, nun wurden die beiden Jugendlichen wegen Verdachts auf Totschlag verhaftet. Sie sollen einen unschuldigen Passanten zu Tode getreten haben - aus einem nichtigen Motiv: Das Opfer wollte den Jugendlichen offenbar kein Geld geben. "Nach unseren Erkenntnissen hatten sie den Mann nach 20 Cent gefragt", sagte Polizeisprecherin Karina Sadowsky SPIEGEL ONLINE. Als der 44-Jährige aus dem niedersächsischen Winsen an der Luhe abgelehnt habe, habe ihn einer der mutmaßlichen Täter zu Boden geschlagen.

Dann traten die Jugendlichen laut Polizei in der Fußgängerunterführung auf ihr Opfer ein, insbesondere gegen den Kopf. Anschließend rannten sie demnach unerkannt zu einem nahen Bahnhof im Ortsteil Harburg. Ein Begleiter des Opfers alarmierte die Rettungskräfte. Der Mann starb nach drei Wochen im Krankenhaus an schweren Kopfverletzungen.

Die Polizei kam über Videoaufzeichnungen aus dem nahen Bahnhof auf die Spur der Verdächtigen, sie wurden außerdem von Zeugen identifiziert. "Wir haben die Überwachungsbänder unter Polizeibeamten gezeigt, dadurch kamen erste Hinweise", so Polizeisprecherin Sadowsky. Der Begleiter des getöteten Mannes konnte nicht helfen, weil er zum Tatzeitpunkt stark betrunken war.

Das Amtsgericht erließ gegen die Verdächtigen, einen Deutschen und einen Türken, Haftbefehle, die am Montag vollstreckt wurden. Beide sind wegen kleinerer Delikte bereits polizeibekannt. Ein dritter mutmaßlicher Tatbeteiligter im Alter von 16 Jahren blieb dagegen auf freiem Fuß. "Er stand wohl bei der Tat daneben", sagte Sadowksy. Die beiden verhafteten Jugendlichen schweigen zu den Vorwürfen. Sie haben bislang noch nicht einmal Angaben zur Person gemacht.

jdl/AP

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Ohne den Kapitalismus, der Billigarbeiter brauchte, wären die alle gar nicht hier. Und die jetzigen Niedriglöhne und Lebensumstände sind ausser liebloser Erziehung verantwortlich für die Bedingungen und die dunkle Stimmung, [...] mehr...

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