Groß-Umstadt/Saulheim - Drei Wochen nach dem Verschwinden der 37-jährigen Figen Capkan aus Groß-Umstadt ist am Samstag eine Frauenleiche gefunden worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, muss die Identität der Toten erst durch eine Obduktion geklärt werden. Es spreche jedoch vieles dafür, dass es sich um die vermisste Capkan handelt, nach der die Ermittlungsbehörden seit Tagen mit Hochdruck fahnden.
Figen Capkan gilt seit gut drei Wochen als vermisst. Eine Freundin hatte sich am 21. Oktober bei der Polizei gemeldet, nachdem sie mehrere Tage nichts von ihr gehört hatte. In ihrem letzten Gespräch am 17. Oktober hatte Capkan der Bekannten anvertraut, sich von ihrem Mann trennen zu wollen. Noch am gleichen Tag sollen sich die Eheleute in ihrer gemeinsamen Wohnung lautstark gestritten haben. Es ist das letzte sichere Lebenszeichen der Vermissten, danach verliert sich ihre Spur.
Der Ehemann wird verdächtigt, in das Verschwinden seiner Frau verstrickt zu sein, zumal er ebenfalls seit dem 17. Oktober verschwunden war. Hinweise aus der Wohnung des Paares deuten den Angaben zufolge auf eine überstürzte Abreise hin. Schon in Erlangen, wo die Eheleute bis zu ihrem Umzug vor Kurzem lebten, soll es in der Vergangenheit zu Körperverletzungen gekommen sein. Ein Verfahren ist dort noch anhängig. Inzwischen ist der 42-Jährige in Georgien festgenommen worden und sitzt dort in Auslieferungshaft.
Gefunden wurde die Frauenleiche in einem Waldgebiet in Saulheim, einer Ortschaft knapp eine Stunde entfernt von Groß-Umstadt, wo Figen Capkan mit ihrem Mann und den beiden Kindern lebte.
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