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02.12.2009
 

NS-Kriegsverbrechen

Demjanjuk-Prozess wegen Krankheit unterbrochen

KZ-Prozess: John Demjanjuk vor Gericht
Fotos
Getty Images

Der Angeklagte gilt als "nicht transportfähig": Weil der mutmaßliche NS-Verbrecher John Demjanjuk krank ist, musste der dritte Verhandlungstag vor dem Landgericht München ausfallen.

München - Die ersten beiden Verhandlungstage hatte Demjanjuk mit geschlossenen Augen in Decken gehüllt auf einer Trage vor dem Richtertisch zugebracht. Dennoch verfolgte er nach Aussagen des Arztes und der Dolmetscherin, die für ihn ins Ukrainische übersetzt, das Verfahren aufmerksam.

Laut Angaben von Richter Ralph Alt klagte der 89-Jährige am Mittwoch jedoch über Kopf- und Gliederschmerzen und hatte leicht erhöhte Temperatur. Der behandelnde Arzt habe es mit Blick auf die Vorerkrankungen von Demjanjuk nicht für vertretbar gehalten, dass dieser von der Haftanstalt Stadelheim zum Justizzentrum gebracht wird. Der Prozess soll wie terminiert am 21. Dezember fortgesetzt werden.

Demjanjuks Anwalt Ulrich Busch legte am Mittwoch eine neue Haftbeschwerde ein. Eine Bezirkskommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk in Polen habe bereits die Vorwürfe wegen Sobibor geprüft und rechtskräftig festgestellt, dass dies nicht verfolgt werden könne. Deshalb könne sein Mandant nicht wegen derselben Vorwürfe vor Gericht gestellt werden.

Demjanjuk muss sich wegen Beihilfe zum Mord an 27.900 Juden während des Zweiten Weltkriegs im Vernichtungslager Sobibor im besetzten Polen verantworten. Der gebürtige Ukrainer soll sich als Kriegsgefangener zur Kollaboration mit den Deutschen entschieden haben.

Mehr als ein Dutzend Nebenkläger vor allem aus den Niederlanden, von denen einige in Sobibor ihre ganze Familie verloren haben, konnten am Mittwoch nicht wie geplant in den Zeugenstand treten. Die teils betagten Opferangehörigen sollten nun "nach Möglichkeit" am 21. Dezember gehört werden, teilte das Gericht mit.

ala/dpa

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insgesamt 374 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
17.01.2010 von frankgraf:

Sie können in vielen weiteren Quellen diese Aussage finden, daß Frankreich die Aufgabe der D-Mark gefordert hatte. Nennen Sie Gegenargumente oder andere Quellen. Warum wurde das deutsche Volk nie gefragt, ob es den Euro [...] mehr...

17.01.2010 von Lokin:

Wenn sie wüssten, welche Beleidigungen ich mir gerade verkneife, würden sie blauviolett verfärbt im Dreieck springen. Davon abgesehen sagt ihre "Argumentation", dass: 1. begeisterte Zustimmung zu Durchhalteparolen [...] mehr...

17.01.2010 von Legacy:

Ich möcht SIE nur mal daran erinnern, das die meisten sogar noch weit jüngeren deutschen Jungs nicht "gingen" sondern "gegangen wurden" vom Meldegänger aus Braunau um das ohnehin schon tot am Boden liegende [...] mehr...

17.01.2010 von lucya:

Danke, KC, dass Sie ihm das mal klargemacht haben. mehr...

17.01.2010 von lucya:

Also, Ihre staendig angewandte braune, Anti-Semitismus- und Holocaustkeule koennen Sie sich sonstwo hinstecken, denn damit entfachen Sie nur die Resentments (Ablehnung) der Deutschen. Das ist aber wohl auch Ihre ganze Absicht, [...] mehr...

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Das Vernichtungslager Sobibor

Sobibor

Im Herbst 1941 beauftragte der Reichsführer-SS, Heinrich Himmler , den SS- und Polizeiführer des Distrikts Lublin im Generalgouvernement , Odilo Globocnik , im Rahmen der Endlösung der Judenfrage mit der Ermordung der dort lebenden Juden. Als Belzec , das erste Vernichtungslager der Aktion Reinhardt , zur Erfüllung des Mordprogramms nicht ausreichend erschien, begann die SS im Frühjahr 1942 mit dem Bau eines zweiten Vernichtungslagers in der Nähe von Sobibor . Seit Juli 1943 betrieb Himmler die Umwandlung von Sobibor in ein KZ . Am 14. Oktober 1943 wagten die Häftlinge einen Aufstand, der niedergeschlagen wurde, aber die Auflösung des Lagers zur Folge hatte. 47 der ausgebrochenen Häftlinge überlebten das Kriegsende und konnten Zeugnis ablegen vom Massenmord in Sobibor – einer von ihnen ist Thomas Blatt .

Opfer

Täter

Anlage

Täuschungsmethoden

Vernichtungslager und KZ





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