München - Die ersten beiden Verhandlungstage hatte Demjanjuk mit geschlossenen Augen in Decken gehüllt auf einer Trage vor dem Richtertisch zugebracht. Dennoch verfolgte er nach Aussagen des Arztes und der Dolmetscherin, die für ihn ins Ukrainische übersetzt, das Verfahren aufmerksam.
Laut Angaben von Richter Ralph Alt klagte der 89-Jährige am Mittwoch jedoch über Kopf- und Gliederschmerzen und hatte leicht erhöhte Temperatur. Der behandelnde Arzt habe es mit Blick auf die Vorerkrankungen von Demjanjuk nicht für vertretbar gehalten, dass dieser von der Haftanstalt Stadelheim zum Justizzentrum gebracht wird. Der Prozess soll wie terminiert am 21. Dezember fortgesetzt werden.
Demjanjuks Anwalt Ulrich Busch legte am Mittwoch eine neue Haftbeschwerde ein. Eine Bezirkskommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk in Polen habe bereits die Vorwürfe wegen Sobibor geprüft und rechtskräftig festgestellt, dass dies nicht verfolgt werden könne. Deshalb könne sein Mandant nicht wegen derselben Vorwürfe vor Gericht gestellt werden.
Demjanjuk muss sich wegen Beihilfe zum Mord an 27.900 Juden während des Zweiten Weltkriegs im Vernichtungslager Sobibor im besetzten Polen verantworten. Der gebürtige Ukrainer soll sich als Kriegsgefangener zur Kollaboration mit den Deutschen entschieden haben.
Mehr als ein Dutzend Nebenkläger vor allem aus den Niederlanden, von denen einige in Sobibor ihre ganze Familie verloren haben, konnten am Mittwoch nicht wie geplant in den Zeugenstand treten. Die teils betagten Opferangehörigen sollten nun "nach Möglichkeit" am 21. Dezember gehört werden, teilte das Gericht mit.
ala/dpa
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Also, Ihre staendig angewandte braune, Anti-Semitismus- und Holocaustkeule koennen Sie sich sonstwo hinstecken, denn damit entfachen Sie nur die Resentments (Ablehnung) der Deutschen. Das ist aber wohl auch Ihre ganze Absicht, [...] mehr...
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