Wien - Ein 57-jähriger Mann hat am Mittwoch eine Gerichtsangestellte in der österreichischen Kleinstadt Hollabrunn erschossen. Der Mann wollte vermutlich in einer Scheidungssache eine Richterin aufsuchen, berichtete die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das Landeskriminalamt Niederösterreich.
Doch offenbar drang der Schütze nicht zu seiner Ansprechpartnerin durch. "Eine Gerichtsbedienstete hat sich ihm in den Weg gestellt", sagte eine Sprecherin des Landesgerichts Korneuburg. Daraufhin habe der Mann der Frau in den Kopf geschossen.
Der Täter sei festgenommen worden, das genaue Motiv noch unklar. Das Scheidungsverfahren des Schützen sei bereits vor längerer Zeit abgeschlossen gewesen, hieß es. Jedoch habe sich der Mann ungerecht behandelt gefühlt und "nach Abschluss des Verfahrens immer wieder beschwert".
Offenbar hatte der Täter kein Problem, mit geladener Waffe in das Gebäude zu gelangen. Das kleine Gericht in dem Ort Hollabrunn, das im Osten Österreichs an der Grenze zu Tschechien liegt, ist nicht mit Metalldetektoren ausgestattet.
hut/dpa
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