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04.01.2010
 

Prozessauftakt

Turnlehrer gesteht Kindesmissbrauch

Mutmaßlicher Kinderschänder Christoph G.: "Ich kann mir das nicht erklären"Zur Großansicht
ddp

Mutmaßlicher Kinderschänder Christoph G.: "Ich kann mir das nicht erklären"

Jahrelang missbrauchte in der Eifel ein Mann Jungen vor laufender Kamera und stellte die Sex-Filme ins Internet. Der wegen der Taten angeklagte 38-Jährige hat zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Trier ein Geständnis abgelegt. Er bereue die Taten, sagte er.

Trier - Christoph G. kümmerte sich über Jahre hinweg in Turnvereinen und bei der Freiwilligen Feuerwehr um Kinder und Jugendliche. Bei Eltern war der 38-Jährige äußerst beliebt, galt als engagiert und hilfsbereit, sie vertrauten ihm. Was sie nicht wussten: G. soll einige seiner Schützlinge sexuell missbraucht und die Taten per Kamera aufgenommen haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Mayen in der Eifel 18 schwere Sexualstraftaten vor: Zwischen 2002 und 2009 soll er sich an fünf Jungen vergangen haben.

Zum Auftakt des Prozesses am Landgericht Trier am Montag legte der 38-Jährige ein Geständnis ab: "Die ganze Sache tut mir unwahrscheinlich leid." Warum er sich an den Jungen im Alter von sechs bis 15 Jahren vergangen habe, wisse er selber nicht: "Ich kann mir das nicht erklären." Geplant habe er die Übergriffe nicht, beteuerte er. Er habe nie die Absicht gehabt, "Sex mit Kindern zu haben".

Das "erste Mal", so schilderte der Angeklagte vor Gericht, sei es nach einem Zechgelage in einer von ihm betriebenen Gaststätte geschehen. Seine Opfer seien zwei Jungen im Alter von 13 oder 14 Jahren gewesen, die er aus dem Spielmannszug der Feuerwehr gekannt habe. Das zweite Mal verging sich der gebürtige Leipziger eigenen Angaben zufolge nach einer Party an einem betrunkenen 15-Jährigen.

Seit Ende 2005 sollen Zwillingsbrüder seine Opfer gewesen sein. Er habe deren Eltern aus sozial schwachem Milieu "nur helfen wollen", sagte G., er sei Patenonkel und ein guter Freund der Familie gewesen. Laut Anklage schlief er 18 Monate lang rund alle zwei Wochen bei den damals etwa sieben Jahre alten Jungen, bereits beim zweiten Mal sei es dabei zu sexuellen Handlungen gekommen.

Nebenklage fordert "harte Strafe"

Bereits 2006 war G. ins Visier der Staatsanwaltschaft Trier geraten, nachdem ein Nachbar den gelernten Groß- und Einzelhandelskaufmann wegen sexuellen Missbrauchs der beiden Brüder angezeigt hatte. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt, weil die Zwillinge ihre zunächst gemachten Aussagen zurückzogen.

Erst drei Jahre später gelangten Fahnder des Bundeskriminalamts an Kopien von Kinderpornos, in denen nicht nur die Zwillingsbrüder, sondern auch G. zu sehen waren. Ausschnitte der Aufnahmen wurden in der Fernsehsendung "Aktenzeichen xy…ungelöst" ausgestrahlt. Einen Tage nach der Ausstrahlung stellte G. sich der Polizei. Nach seiner Festnahme fand die Polizei in der Wohnung des Angeklagten 27.000 Bilddateien und 360 Filme "homosexueller Natur".

Rechtsanwalt Rainer Dietz, der im Prozess die Zwillinge als Nebenkläger vertritt, sagte, für die "abscheulichen Taten" komme nur "eine harte Strafe in Betracht". Die Öffentlichkeit wurde bei Teilen des Prozesses, in denen es um "intime Details" ging, ausgeschlossen. Vier weitere Verhandlungstage sind angesetzt. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob die Staatsanwaltschaft Sicherungsverwahrung beantragen wird.

sae/dpa/ddp

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04.01.2010 von sic tacuisses: von wegen Turnlehrer

vielleicht ist in diesem Zusammenhang auch interessant, dass er zeitweise als "Hilfssheriff" bei einer bekannten Stadt an der Mosel beschäftigt war. Was ich nicht weiss macht mich nicht heiss.......... mehr...

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