Perpignan - Mit einem Fleischermesser hat ein Student an der Universität der südfranzösischen Stadt Perpignan ein Blutbad angerichtet: Der 26-jährige Chinese habe am Vormittag eine 49-jährige Sekretärin in der Fakultät für Soziologie erstochen und drei Professoren verletzt, sagte Staatsanwalt Jean-Pierre Dreno.
Für die Tat habe der junge Mann ein 20 bis 30 Zentimeter langes Messer benutzt. Laut Ermittlern war der Student bereits durch "Verhaltensstörungen" aufgefallen. Er wurde festgenommen.
Der Student sei in Perpignan im zweiten Jahr in Soziologie eingeschrieben. Er habe bereits Anfang November zugestimmt, sich wegen seiner Verhaltensstörungen in einer Klinik behandeln zu lassen. Eines seiner überlebenden Opfer habe schwere Verletzungen erlitten. Der Täter habe es "am Gesicht, am Arm und an den Beinen" mit dem Messer getroffen.
Die Kurse in dem betroffenen Teil der Universität wurden ausgesetzt. Psychologen betreuten Studierende und Lehrpersonal. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sprach der Familie der getöteten Frau sein Beileid aus. Er sprach Beteiligten sein Lob aus, die den Opfern zu Hilfe gekommen seien und "es ermöglicht haben, den mutmaßlichen Angreifer zu überwältigen". Hochschulministerin Valérie Pécresse wollte am Nachmittag nach Perpignan reisen, und dort den Tatort besuchen.
sae/afp
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