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24.01.2010
 

Angeblicher Sprengstoff-Verdacht

Terrorwarnung auf Münchner Flughafen war kompletter Fehlalarm

Sicherheitskontrolle am Münchner Flughafen: "Schaut harmlos aus"Zur Großansicht
dpa

Sicherheitskontrolle am Münchner Flughafen: "Schaut harmlos aus"

Eine Sicherheitswarnung sorgte für stundenlanges Chaos auf dem Münchner Flughafen. Jetzt kommt heraus: Es war alles ein Fehlalarm. Der wegen Sprengstoffbesitzes verdächtigte Mann passierte die Kontrolle nach dem Polizeieinsatz sogar noch mal.

München - Es war ein Schock: Der angebliche Sprengstoffalarm auf dem Münchner Flughafen am vergangenen Mittwoch sorgte für helle Aufregung. Hunderte Passagiere konnten ihre Flüge erst verspätet antreten, Dutzende Sicherheitsleute waren im Einsatz, eine neue Debatte über die Flugsicherheit setzte ein. Grund für den Alarm war der Laptop eines Passagiers gewesen, bei dessen Untersuchung ein Gerät auf Sprengstoff anschlug. Der Mann sei nach der Kontrolle weggelaufen, hieß es bislang.

Jetzt kommt heraus: Es war alles völlig harmlos, die ganze Aktion war ein totaler Fehlalarm. Der Unbekannte sei gar nicht vor den Sicherheitskräften weggelaufen, teilte die Regierung von Oberbayern an diesem Sonntag mit. Vielmehr sei er nach der Kontrolle zunächst ohne Eile in einen Duty-Free-Shop gegangen. Als das Gebäude aufgrund des Alarms geräumt wurde, habe er es wie alle anderen auch verlassen. Nach Aufhebung der Sperrung sei er dann um kurz nach 21 Uhr wie alle anderen Passagiere nochmals in aller Ruhe durch die Sicherheitskontrolle gegangen. Das sei auf Videoaufnahmen zu erkennen, sagte Behördensprecher Heinrich Schuster.

Auch der ursprüngliche Verdacht auf Sprengstoff im Laptop des Mannes habe sich nicht bestätigt. Bei weiteren Kontrollen des verdächtigen Notebooks seien keine Hinweise mehr gefunden worden. Am Mittwoch waren wegen des Sprengstoffalarms Teile des Terminals II evakuiert worden.

Überhaupt nichts gemerkt

"Er schaut harmlos aus", sagte der Behördensprecher Schuster über den zunächst verdächtigten Mann. "Offenbar wusste er nicht einmal, dass er selbst mit seinem vorzeitigen Verlassen des Kontrollbereichs die Großaktion ausgelöst hatte", erklärte Regierungspräsident Christoph Hillenbrand. Der Vorfall werde trotz der Entwarnung aber konsequent aufgearbeitet. Jedes Detail des Ablaufs werde auf Verbesserungsmöglichkeiten geprüft.

Auch die Bundespolizeiinspektion am Flughafen München geht mittlerweile von einem kompletten Fehlalarm aus, wie ein Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Allerdings wird weiter nach dem Mann gesucht, um den Vorfall endgültig zu klären. Strafrechtlich liege derzeit jedoch nichts gegen ihn vor.

"Er ging brav raus, dann wieder brav rein", sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann der "Süddeutschen Zeitung". Die Bänder zeigten, dass der Mann überhaupt nicht gemerkt habe, "dass er ein Problem produziert hat", wird der CSU-Politiker zitiert. Selbst wenn man seine Identität noch feststellen könne, werde man seinen Namen nicht publizieren - schon aus Persönlichkeitsschutz. "Der Mann hat keine Schuld", betonte Herrmann.

Er kündigte außerdem an, dass die Entscheidungswege verkürzt werden müssten. Nach dem Alarm waren in München noch 40 Maschinen abgehoben. "Das muss im Notfall schneller gehen", forderte der Innenminister.

bor/dpa/apn

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insgesamt 88 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
10.06.2010 von Montanabear: Sicherheitskontrollen

Letzteres trifft wohl nur für Sie zu. Sie missverstehen oder verstehen überhaupt nicht, wie solche Dinge hinter den Kulissen ablaufen. Meinen Sie, daß der Zoll so viel Zeit hat, um schikanöse Spielchen zu spielen ? Sowas läuft [...] mehr...

10.06.2010 von Montanabear: Sicherheitskontrollen

Sie haben vollkommen recht. Und daß Sie die Behörden informieren wollen, zeugt von Verantwortungsbewusstsein. Im Namen allerReisenden : Danke. : ) mehr...

10.04.2010 von Ton-Alt.Dux: Ist das ...

Schicksal: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,688219,00.html Sieht fast so aus, wie das Resultat der ersten Testflüge des neusten Modells einer bekannten schwarz-gelben Airline [...] mehr...

25.01.2010 von discurso:

Falsch, es muss heißen, *da _wird_ Sprengstoff von "Sicherheitsbeamten" in das Gepäck gepackt*. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,670336,00.html mehr...

25.01.2010 von unente:

Tja, da könnte z.B. Sprengstoff von "Sicherheitsbeamten" in das Gepäck gepackt werden, entweder um die eigenen Sicherheitskontollen zu testen - oder um unschuldige Reisende medienwirksam zu "Terroristen" zu [...] mehr...

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