Neunkirchen - Nachdem Nachbarn wegen des Gestanks die Polizei gerufen hatten, entdeckten die Beamten in der völlig vermüllten Wohnung zunächst einen toten Mann und später die Reste seiner offenbar schon vor Jahren verstorbenen Mutter.
Wie die Landespolizeidirektion am Freitag weiter mitteilte, ermittelt die Kripo gegen einen weiteren Sohn, der möglicherweise jahrelang die Rente seiner Mutter kassiert hatte, wegen des Verdachts des Betrugs.
Die Polizei wurde nach eigenen Angaben vor einer Woche von Bewohnern des mehrstöckigen Mietshauses alarmiert. Im Wohnzimmer der Wohnung, die mit Hilfe eines Schlüsseldienstes geöffnet wurde, lag ein bereits drei bis vier Wochen zuvor gestorbener 61-Jähriger.
Bei der Suche nach seiner am selben Wohnsitz gemeldeten Mutter, die heute fast 99 Jahre alt wäre, hätten sich Ungereimtheiten ergeben, erklärte die Polizei weiter. Bei einer systematischen Durchsuchung der mit Tüten und Unrat überfüllten Wohnung fanden die Beamten die Überreste einer weiblichen Leiche. Sie lag verpackt in Müllsäcken und Kunststoffmaterial in der Badewanne unter mehreren Stoffauflagen.
Die Obduktion der Leichen habe keine Anhaltspunkte für Gewaltanwendung erbracht, hieß es.
jdl/apn/dpa
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