Mexiko-Stadt - 20 Tote und 17 Verletzte, das ist die Bilanz eines blutigen Wochenendes in Mexiko. In Ciudad Juárez, der Stadt mit den meisten Morden weltweit, eröffneten Angreifer am Sonntag das Feuer auf feiernde Jugendliche. 13 Menschen starben, 17 wurden verletzt.
Bereits am Samstag waren in der Stadt Iguala im Südwesten des Landes sieben Leichen gefunden worden. Die Opfer waren alle erstickt worden, indem ihnen die Täter Paketband auf Mund und Nase klebten, teilte die Polizei mit.
Die Opfer der Party am Sonntag waren 15 bis 20 Jahre alt. Es gab verschiedene Angaben, um was für eine Veranstaltung es sich handelte. Die Nachrichtenagentur AFP beruft sich auf Behördenangaben und berichtet, die Jugendlichen hätten eine Geburtstagsparty gefeiert. Anderen Berichten zufolge handelt es sich bei den Toten um Mitglieder eines Fußballclubs, die einen Pokalsieg feierten.
Zeugen sagten der Polizei, dass mindestens 15 Männer das Fest angegriffen hätten. Die Täter fuhren mit etwa zehn Fahrzeugen vor und blockierten die Zugangsstraßen. Dann schossen sie aus automatischen Waffen.
Einem Bericht der Zeitung "El Universal" zufolge war unter den Ermordeten auch eine junge Frau, die vor einigen Tagen Zeugin eines anderen Massakers geworden war.
Ciudad Juárez hat 1,3 Millionen Einwohner und ist ein Zentrum der Drogenkriminalität. Seit Jahrzehnten ist die Stadt eine wichtige Durchgangsstation für Drogen, die in die USA geschmuggelt werden. Im vergangenen Jahr kamen in Ciudad Juárez rund 2500 Menschen gewaltsam ums Leben. Durchschnittlich gibt es am Tag sieben Morde - im Vehältnis zur Einwohnerzahl mehr, als in jeder anderen Stadt auf der Welt.
2006 hatte die Regierung Zehntausende Soldaten in die Stadt geschickt, um die Drogenkartelle von Sinaloa und Suárez zu bekämpfen. Der Gewaltkriminalität wurden sie jedoch nicht Herr.
lgr/dpa/apn/AFP
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