Washington - Unbekannte haben in Mexiko eine US-Konsulatsangestellte und deren ebenfalls aus den USA stammenden Mann erschossen. Auch der Ehemann einer mexikanischen Angestellten des Konsulats sei in der Grenzstadt Ciudad Juárez getötet worden, teilte das Weiße Haus mit. Nach Angaben aus US-Regierungskreisen handelte es sich offenbar um Aktionen der Todeskommandos mexikanischer Drogenkartelle.
Präsident Barack Obama sei "tieftraurig und empört über die brutalen Morde", erklärte das Weiße Haus, das über die Hintergründe keine Angaben machte. Ein Regierungsvertreter sagte, es habe sich offenbar um die Taten sogenannter Todesschwadronen der Drogenszene gehandelt. Die Stadt Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA ist einer der Brennpunkte im Kampf verschiedener mexikanischer Rauschgiftkartelle um die Drogen-Schmuggelrouten in die USA. Bei den Kämpfen zwischen den Kartellen wurden im vergangenen Jahr mehr als 2600 Menschen getötet.
Dem Regierungsvertreter zufolge wurden die US-Bürgerin und ihr Mann in ihrem Auto beschossen, als sie am Samstag von einer sozialen Veranstaltung zurückkamen. Beide starben bei der Attacke, die kleine Tochter des Paares überlebte den Angaben zufolge. Bei dem zweiten Überfall folgte eine mexikanische Mitarbeiterin des US-Konsulats in ihrem Auto ihrem getrennt mit den zwei Kindern fahrenden Ehemann, als dessen Auto unter Beschuss geriet. Der Mann starb, die beiden Kinder wurden verletzt. Beide Konsulatsangestellten hatten zuvor die gleiche Veranstaltung besucht.
Die mexikanische Regierung teilte nach Bekanntwerden der Tat mit, bei der Fahndung nach den Tätern eng mit den US-Ermittlern zusammenarbeiten zu wollen, um die Verantwortlichen für die Morde zu stellen. In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung sprach die Regierung in Mexiko-Stadt den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus und sprach von einer "abscheulichen Tat".
luk/AFP/dpa
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