Trier - Alle Fälle sollen sich zwischen den fünfziger Jahren und 1990 ereignet haben, teilte das Bistum am Montag mit. Insgesamt stünden 20 Priester wegen Missbrauchsvorwürfen unter Verdacht. Drei Fälle lagen der Staatsanwaltschaft demnach bereits vor, zwei weitere wurden der Behörde nun übergeben. Zehn beschuldigte Priester sind verstorben.
Das Ausmaß der Fälle sei erschreckend und mache ihn persönlich sehr betroffen, sagte der Trierer Bischof Stephan Ackermann. 35 Personen hätten sich bisher per E-Mail oder Telefon gemeldet und von ihren "schmerzlichen Missbrauchserfahrungen" berichtet. Ackermann bat weitere Opfer, sich zu melden: "Wir wollen allen Hinweisen nachgehen." Der 47-Jährige leitet als Sonderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz die Missbrauchsaufarbeitung der katholischen Kirche.
Auch in anderen katholischen Einrichtungen wurden am Montag neue Fälle bekannt: Im Internat der Steyler Missionare im saarländischen St. Wendel führten interne Ermittlungen zur Aufdeckung von Fällen in den sechziger und achtziger Jahren. Einen bestätigten Verdacht gibt es bislang gegen zwei Mitarbeiter, von denen einer inzwischen gestorben ist, teilte die Ordensgemeinschaft mit. Die Beschuldigten waren nach Bekanntwerden der Vorwürfe versetzt worden. Der Provinzial des Ordens, Pater Bernd Werle, bat die Opfer und ihre Familien um Vergebung. Er fühle sich "angesichts der Schuld, die Mitbrüder damals auf sich geladen haben, ohnmächtig und beschämt".
Die Staatsanwaltschaft Fulda bestätigte eine Strafanzeige gegen einen ehemaligen Pfarrer. Da der Vorwurf sich aber auf die Tätigkeit des Mannes in Weimar bezieht, soll der Fall an die zuständige Staatsanwaltschaft Erfurt abgegeben werden. Laut Staatsanwaltschaft erhielt der frühere Pfarrer in der Vergangenheit bereits einen Strafbefehl wegen sexuellen Missbrauchs.
Das Bistum Essen leitete wegen Missbrauchsvorwürfen eine kirchenrechtliche Voruntersuchung gegen einen 79-jährigen Priester ein. Der Mann wurde beurlaubt und darf vorerst keine priesterlichen Dienste ausüben. Den Missbrauchsfall, der sich Anfang der siebziger Jahre ereignet haben soll, hat das Bistum eigenen Angaben zufolge auch an die Staatsanwaltschaft gemeldet.
hut/dpa/ddp/AFP
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Dass Strafarbeiten mit sexuellem Missbrauch nichts zu tun haben, ist doch selbstverständlich. Hat der Spiegel auch nicht behauptet. Da wird von Missbrauch gesprochen. Sicher hat es zu allen Zeiten Strafarbeiten in der Schule [...] mehr...
Da stimme ich zu. Strafarbeiten sind keine unmenschliche Brutalität (sofern man sich darunter die üblichen Strafarbeiten vorstellen muss). Das einzig bemerkenswerte ist nur, dass laut dem Bistum Augsburg der Mixa in seiner [...] mehr...
Dann ja, dies erscheint mir jetzt tatsächlich etwas übertrieben. Strafarbeiten sind jetzt wirklich keine unmenschliche Brutalität... Desweiteren sollte auch bei Hr. Mixa (wie bei allen Tatverdächtigen) erstmal die [...] mehr...
Noch viel schlimmer: er soll sogar Kinder mit Strafarbeiten drangsaliert haben! Steht so im SpOn! Ich finde, spätestens jetzt hat er sich geoutet. Denn das weiß ja jeder, dass das Aufgeben von Strafarbeiten sexuell stimulierend [...] mehr...
Der Eindruck drängt sich bei vielen Moralisten auf. Was sie sich selber nicht gönnen dürfen, können oder wollen, das wird verteufelt. Man kennt es vom Fuchs und den sauren Trauben. Die Mechanismen der Psyche sind so [...] mehr...
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