Mexiko-Stadt - Wo sich die entfernten Schienen befinden, ist noch unklar. Sicher ist nur, dass die fünf Manager der staatlichen mexikanischen Eisenbahngesellschaft in den Jahren 2003 bis 2005 mehr als 590 Kilometer Gleise gestohlen haben, um die Schulden ihrer Firma zu bezahlen. Das teilte der mexikanische Minister für öffentliche Verwaltung, Salvador Vegas Casillas, mit.
Insgesamt fehlen 47.000 Tonnen Stahl - das Metall habe insgesamt einen Wert von rund 140 Millionen Dollar (117 Millionen Euro). Die Schulden des von der Insolvenz bedrohten Unternehmens lagen allerdings nur bei 670.000 Euro. Außerdem sei bislang kein Geld geflossen, um die offenen Beträge zu begleichen, so der Minister.
Die Männer sollen in fünf mexikanischen Staaten Gleise aus dem 19. und 20. Jahrhundert abmontiert haben, die bereits außer Betrieb genommen waren. Allein im nördlichen Staat Chihuahua seien auf 385 Kilometern Gleisstrecke Schienen, Bolzen, Nägel und anderes Material entwendet worden.
Der Verkauf der Waren sei nach Angaben des mexikanischen Ministers illegal, die Manager hätten sich nie um eine Erlaubnis dafür bemüht. Bereits im Jahr 2007 hatten erste Nachforschungen in dem Fall begonnen, jetzt hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die vier beteiligten Firmen und die fünf verdächtigen Manager aufgenommen.
tro/apn
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Justiz | RSS |
| alles zum Thema Kriminalität | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH