Von Jan Friedmann
Hamburg - Zwei Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes und ein Oberstaatsanwalt wurden am vergangenen Freitag mit einem Durchsuchungsbefehl beim Auktionshaus Behringer in Fürth vorstellig, um Dokumente über Adolf Hitlers Gefängniszeit im Jahr 1924 zu beschlagnahmen.
Zugleich leitete die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gegen den Inhaber ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Hehlerei ein. Er hatte das Konvolut im Auftrag eines Taxi-Unternehmers am 2. Juli für 27.000 Euro an einen privaten Bieter versteigert. Der Kauf steht unter Vorbehalt, weil das bayerische Wissenschaftsministerium einen Tag zuvor beantragt hatte, die Schriftstücke in das Verzeichnis national wertvoller Archive aufzunehmen.
Unter den rund 500 Papierobjekten finden sich das Aufnahmebuch der Festungshaftanstalt Landsberg am Lech und über 300 Sprechkarten, die die Besucher Hitlers ausfüllen mussten. Das Material veranschaulicht, wie Hitler, damals noch ein aufstrebender Bierkeller-Agitator, nach seiner Verurteilung wegen des Putschversuchs vom November 1923 im Gefängnis Hof halten durfte.
Laut Amtsgericht Fürth handelt es sich um eine "behördliche Akte, die nicht auf legale Weise veräußert sein kann". Ob diese Sichtweise Bestand haben wird, ist indes fraglich: Wie die Akten aus Landsberg verschwanden und auf dem Nürnberger Trödelmarkt landeten, wo sie der Vater des Anbieters in den siebziger Jahren erstand, ist kaum mehr zu rekonstruieren.
Ohne die Versteigerung, über die der Auktionator mehrere Stellen informierte, hätten die Behörden nie von dem Material erfahren.
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Bayern versucht sich mit allen Mitteln zu reinzuwaschen, und zu verbergen, dass der Nationalsozialismus allein in Bayern geboren wurde, von dort aus gewaltsam in ganz Deutschland verbreitet wurde, und in der in München [...] mehr...
Ein wenig stutzig macht die Geschichte aber schon. Die bayerische Justiz ermittelt gegen den Eigentümer wegen Hehlerei, weil er die Akten nicht an die Bayern verschenken sondern sie privat versteigern wollte. Nun dann [...] mehr...
Aufrechte Vertreter der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in ihrer Ausgestaltung als "Deutsche Leitkultur", was sonst. mehr...
dieses 'Hof halten' dürfte die Ursache für die plötzlichen Aktivitäten sein. Es wäre schon mal interessant wen er da so empfangen hat und was aus diesen Personen oder deren Schützlingen nach dem Krieg wurde mehr...
wenn es um den Führer geht, versteht Bayern keinen Spaß. Und ausgerechnet die Staatsanwaltschaft aus der Reichsparteitagsstadt ermittelt...wenn das der Führer wüßte. mehr...
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