Hamburg - TV-Moderator Jörg Kachelmann ist frei, doch vor Gericht muss er sich noch verantworten, unter anderem wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung. Im Interview mit dem SPIEGEL schildert er nun seine Sicht der Dinge. "Ich bin unschuldig", sagte er zum von einer Ex-Freundin gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwurf. "Ich habe keinen Fehler gemacht, jedenfalls keinen von irgendwelcher juristischen Relevanz."
Dennoch räumt er ein, jenseits der juristischen Bewertung Fehler gemacht zu haben. "Diese Beziehung lief länger, als ich es hätte zulassen sollen", sagte Kachelmann dem SPIEGEL. "Dadurch habe ich diese Frau in einer Weise gekränkt, die ich in der Nachschau nur bedauern kann."
Im Zuge der Debatte um seinen Fall kamen etliche Details aus seinem Privatleben an die Öffentlichkeit, unter anderem auch zu Kachelmanns sexuellen Vorlieben. Dazu sagte er nun: "Ich habe in meinem Leben ganz sicher nicht alles richtig gemacht. Und ich habe auch nicht in jeder Phase meines Lebens monogam gelebt. Aber deswegen habe ich keine Straftat begangen." Erotische Vorlieben wolle er nicht öffentlich diskutieren. "Alles was geschah, geschah einvernehmlich."
Vom Springer-Verlag fordert Kachelmann nun wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte Schmerzensgeld in Millionenhöhe. "Wir können bestätigen, dass es Forderungen gibt, die sich etwa auf zwei Millionen Euro summieren", sagte Tobias Fröhlich, Sprecher der "Bild"-Gruppe. Einzelheiten nannte Fröhlich nicht. Der Verlag weise die Forderungen aber allesamt zurück. Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker wollte sich zu der Sachlage auf Anfrage nicht äußern.
"Ich war dort Hilfsreiniger"
Die Mannheimer Staatsanwaltschaft wirft dem 52-jährigen Kachelmann Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall und Körperverletzung vor. Er soll Anfang Februar seine frühere Freundin zum Sex gezwungen und mit einem Messer am Hals verletzt haben. Wegen der Vorwürfe muss Kachelmann sich vor Gericht verantworten. Der Prozess beginnt am 6. September.
Kachelmann war am 20. März nach der Rückkehr von den Olympischen Winterspielen aus Kanada am Frankfurter Flughafen verhaftet worden. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hatte den Haftbefehl gegen den Schweizer am Donnerstag aufgehoben - mit der Begründung, es bestehe kein "dringender Tatverdacht" mehr.
Über die mehr als vier Monate in Untersuchungshaft sagte Kachelmann im SPIEGEL: "Ich war dort Hilfsreiniger." Zu seinen Aufgaben habe es gehört, Putzmittel und Post zu verteilen. "Außerdem musste ich die Klos putzen." Wettervorhersagen aus der Zelle habe er nicht angestellt, obwohl ihn seine Mithäftlinge darum gebeten hätten: "Klar hätte ich am Himmel ein paar Dinge ablesen können. Aber ich hatte keine Lust." Wetter sei die Leidenschaft seines Lebens gewesen, "daraus wurde ich nun rausgerissen".
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Dass Prominente und dazu auch noch (halbe ?) Künstler konfuse Sachen machen ist ja nichts ungewöhnliches. Aber es gibt auch viele Frauen die auf Erfolgstypen fliegen und dabei jede Logik vermissen lassen. Mal sehen wie sie [...] mehr...
Natürlich ist an allen Geschichten was dran, selbst wenn sie vielleicht, vielleicht ein wenig übertrieben waren, eben subejktiv, dass dieser Mann aber tickt wie er tickt, glaube ich gern...ihm ist der Erfolg zu Kopf gestoßen, [...] mehr...
vielleicht unschuldig in U-Haft gesessen? Vielleicht erklärt`s das? mehr...
Nach § 160 Strafprozeßordnung sehr wohl auch entlastende Punkte berücksichtigen muß: (2) Die Staatsanwaltschaft hat nicht nur die zur Belastung, sondern auch die zur Entlastung dienenden Umstände zu ermitteln und für die [...] mehr...
wer Sturm ankündigt wird Wind ernten - oder wie war das? mehr...
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