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31.08.2010
 

Kampf gegen Rauschgiftmafia

Mexikos Polizei fasst Drogenboss

Der mexikanischen Polizei ist ein großer Erfolg gelungen: Ermittler haben einen der meistgesuchten Drogenbosse des Landes festgenommen. Edgar "La Barbie" Valdez stammt aus einer US-Mittelschichtfamilie, war Footballstar - und wurde dann zu einem der brutalsten Verbrecher Mexikos.

Mexiko-Stadt - Er soll ein notorischer Mörder gewesen sein, extrem brutal und gewalttätig - auf dem Foto von seiner Festnahme sieht der mexikanische Drogenboss Edgar "La Barbie" Valdez indes beinahe schüchtern aus. Er trägt ein grünes Polohemd, die blonden Haare sind kurz, seine Miene ernst.

Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht zu Dienstag, der in den USA geborene Schmuggler sei ohne Gegenwehr in einem Haus nahe Mexiko-Stadt gefasst worden. Die Staatsanwaltschaft gab keine Einzelheiten über den Hergang der Festnahme bekannt.

Der 32-jährige Valdez gilt als eine der Schlüsselfiguren im mexikanischen Drogenhandel. Er übernahm Ende des vergangenen Jahres die Kontrolle über die Bande der Brüder Beltrán Leyva, nachdem deren Boss, Arturo, von Sicherheitskräften getötet worden war. Zwischen den unterschiedlichen Fraktionen des Beltrán-Leyva-Kartells ist es laut den Ermittlern in den vergangenen Monaten zu blutigen Machtkämpfen gekommen.


Nach mexikanischen Presseberichten begann "La Barbie" seine kriminelle Karriere im Kartell von Sinaloa von Joaquin "El Chapo" Guzman Loera. Dieser war vorübergehend Partner der Brüder Beltrán Leyva. Valdez könnte an die USA ausgeliefert werden, wo eine Belohnung von zwei Millionen Dollar für seine Festnahme ausgeschrieben ist.

Edgar "La Barbie" Valdez wurde in Texas, nahe der mexikanischen Grenze geboren und wuchs in einer klassischen Mittelstandsfamilie auf. In der Highschool war er Footballstar - seinen Namen "Barbie" soll ihm laut "Washington Post" sein damaliger Trainer gegeben haben, weil Valdez so aussah wie Barbies Ehemann Ken. Seine kriminelle Karriere begann er dem Bericht zufolge mit Dealen und Marihuana-Schmuggel.

Regierung entlässt zehn Prozent der Bundespolizeibeamten

Die Festnahme des Drogenbosses ist für die mexikanische Polizei ein weiterer extrem wichtiger Schritt im Kampf gegen die Mafia: Erst im Juli hatten mexikanische Soldaten den Drogenbaron Ignacio "Nacho" Coronel getötet.

Unterdessen geht die Gewalt in Mexiko weiter: Im Bundesstaat Veracruz wurden bei einem Feuergefecht ein Soldat und sechs mutmaßliche Drogenschmuggler getötet. Die Kämpfe in dem Ort Pánuco dauerten nach Armeeangaben die gesamte Nacht, dabei wurden sechs weitere Verdächtige festgenommen.

Die USA werden ab Mittwoch die gesamte gemeinsame Grenze mit Mexiko mit unbemannten Drohnen überwachen. Im Kampf gegen den Drogenschmuggel und illegale Einwanderung werde ab Mittwoch eine dritte Aufklärungsdrohne des Typs Predator eingesetzt, teilte Heimatschutzministerin Janet Napolitano mit. Damit werde nun die gesamte US-mexikanische Grenze von Kalifornien bis Texas von der Luft aus kontrolliert.

Die mexikanische Regierung greift derweil bei ihrem Kampf gegen die Korruption in der Bundespolizei hart durch - die Regierung hat fast zehn Prozent der Beamten entlassen. Die 3200 Polizisten hätten ihre Aufgaben nicht erfüllen können, teilten die Leitung mit. Das hätten Drogen- und Sehtests sowie Untersuchungen mit Lügendetektoren ergeben. Auch verfügten einige Beamte demnach über Gelder, deren Herkunft ungeklärt war. Präsident Felipe Calderon hat den mächtigen Drogenkartellen des Landes den Kampf angesagt, die mitunter direkt mit Polizisten zusammenarbeiten.

Im mexikanischen Drogenkrieg sind mehr als 28.000 Menschen ums Leben gekommen.

Mexikos Kartelle

Sinaloa-Kartell

Das Sinaloa-Kartell ist eine der mächtigsten Organisationen in Mexiko und Lateinamerika. Sie kämpft erbittert gegen das Juárez-Kartell, um die Kontrolle über die Grenzstadt Ciudad Juárez zu den USA zu übernehmen. Legendäre Führungsfigur ist Joaquín Guzmán, genannt "El Chapo", dem 2001 die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis gelang und der es vergangenes Jahr mit seinem Milliardenvermögen auf Platz 41 der 67 "mächtigsten Menschen der Welt" des US-Magazins "Forbes" schaffte. Die Regierung in Mexiko-Stadt hat eine Belohnung von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.

Golf-Kartell

Los Zetas

Juárez-Kartell

Tijuana-Kartell

Beltrán-Leyva-Organisation

La Familia Michoacana

anr/dpa/Reuters/AFP/DAPD

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Die neuesten Beiträge:
13.09.2011 von jasyd:

Was verlangen Sie von einem promovierten Biochemiker? Dass er wissen muss, dass es an die hundert Medikamente mit der Acetylsalecylsäure gibt? Hier nur einige der Bekanntesten: Neuralgin, Melabon, Alka Seltzer, Togal, [...] mehr...

13.09.2011 von jens45:

Ich bin tief beeindruckt. Vor allem davon, dass Aspirin lediglich ein Handelsname ist und wir über Acetylsalecylsäure reden, was Ihnen entgangen ist. Im Gegensatz zu mir sind Sie eher ein humorloser und gefrusterer Zeitgenosse [...] mehr...

13.09.2011 von richie: ...

Is klar. Ihre Qualifikation reicht ja noch nicht mal zum Ausfüllen eines Hartz4 Antrages! ---Zitat--- ASS wird gar auf offiziellen Seiten als "Blutversünner" bezeichnet. [...] mehr...

13.09.2011 von jens45:

Der Herr Forist ist doch Naturwissenschaftler,wahrscheinlich selbst ernannt. ASS wird gar auf offiziellen Seiten als "Blutversünner" bezeichnet. [...] mehr...

13.09.2011 von jasyd:

Der auch weiss, dass Substantive in der Sprachentstehung von Verben gebildet worden und nicht umgekehrt. Und weiss, dass Adelung kriegen und bekommen gleichsetzt. Und das schon die Griechen das Verb als rhema für Aussage [...] mehr...

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