Silver Spring - Die US-Polizei hat am Mittwoch einen Geiselnehmer erschossen, der in der Zentrale des US-Fernsehsenders Discovery Channel drei Menschen in seine Gewalt gebracht hatte. Alle Geiseln seien frei und befänden sich in Sicherheit, sagte ein Polizeivertreter. Es werde aber noch nach möglichen Sprengsätzen gesucht, die der Täter in dem Gebäude versteckt haben könnte.
Die meisten der 1.900 Menschen, die in der Konzernzentrale in einem Vorort von Washington arbeiten, hatten das Gebäude laut Polizei zuvor sicher verlassen. Der 43-Jährige war den Angaben zufolge gegen 13 Uhr (Ortszeit) durch den Haupteingang in das Gebäude marschiert. Er hatte offenbar eine Metallkanister auf Brust und Rücken festgeschnallt und eine Faustfeuerwaffe geschwungen. Ob sich in dem Behälter Sprengstoff befand, war zunächst unklar.
Motiv der Geiselnahme war möglicherweise der Ärger des Mannes über das Programm des Senders. Aus Polizeikreisen verlautete, bei dem Geiselnehmer handele es sich vermutlich um einen Mann, der in der Vergangenheit als Umweltaktivist vor dem Sender protestiert haben soll. Medienberichten zufolge wurde er 2008 festgenommen, nachdem er vor dem Gebäude Tausende von Dollar in die Luft warf. Mit der Aktion wollte er nach eigenen Worten dagegen protestieren, dass das Programm von Discovery nichts zur Rettung der Erde unternehme.
wit/apn/dpa
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