Mexiko-Stadt - Der Einsatz erfolgte am helllichten Tag: Als Kräfte der Anti-Drogen-Einheit das Gebiet rund um die Stadt Ciudad Mier überflogen, entdeckten sie eine Gruppe Bewaffneter vor einem Gebäude. Die Männer bemerkten, dass man sie beobachtete und flohen nach Angaben der Armee in mehreren Wagen. Offenbar konnten aber nicht alle entkommen. Als sich später Soldaten dem Gebäude näherten, eröffneten Bandenmitglieder das Feuer.
Die Soldaten seien beschossen worden, als sie auf das Haus im Bundesstaat Tamaulipas im Norden zugingen, teilten die Sicherheitskräfte mit. Bei dem anschließenden Feuergefecht seien 25 mutmaßliche Bandenmitglieder getötet worden, zwei Soldaten wurden verletzt. Nach Angaben eines Armeesprechers wurden drei vermutlich entführte Personen bei dem Einsatz befreit.
Außerdem entdeckten die Einsatzkräfte nach dem Kampf in dem Haus ein Waffenlager: 25 Gewehre, vier Handgranaten, 4200 Schuss Munition und 23 Fahrzeuge, die wie Armeewagen getarnt waren, befanden sich auf dem Gelände.
Tamaulipas gilt als einer der Brennpunkte im Krieg der Drogenbanden. Seit Ende 2006 haben in Kämpfen der Kartelle mehr als 28.000 Menschen ihr Leben verloren.
Damals hatte Präsident Felipe Calderón der Organisierten Kriminalität den Krieg erklärt und unter anderem Zehntausende Soldaten eingesetzt. In einer Ansprache versuchte er nun, den blutigen Kampf gegen die Kartelle zu rechtfertigen. "Ich bin mir sehr wohl darüber im Klaren, dass die Gewalt im vergangenen Jahr angestiegen ist", sagte er in seiner Rede zur Lage der Nation. "Aber wir müssen weiterkämpfen."
Die Gewalt sei der Preis, den man im Kampf gegen die mächtigen und brutalen Kartelle zahlen müsse. Zu Beginn der Offensive 2006 stieß Calderóns Politik auf große Zustimmung. Vier Jahre später agieren die Banden allerdings umso brutaler: geköpfte Menschen werden an Brücken aufgehängt, die Sicherheitskräfte finden Massengräber, vor Polizeistationen werden Autos in die Luft gesprengt.
"Sie haben auf meine Freunde geschossen"
Kritiker befürchten, die mexikanische Regierung könne die Kontrolle im Kampf gegen die Kartelle verlieren. Die Offensive wird unter anderem von der US-Regierung unterstützt. Einen Erfolg konnte Calderón zuletzt durch die Festnahme des Drogenbosses Edgar Valdez Villarreal, genannt "Barbie", verzeichnen.
Im August hatte die Armee bereits in Monterrey, der Hauptstadt von Nuevo Leon, ein Trainingslager ausgehoben. Dort seien mindestens 50 Bandenmitglieder in einer Kampfausbildung gewesen.
Der aktuelle Vorfall ereignete sich in derselben Region an der Grenze zu den USA, in der vor kurzem ein Massengrab mit den Leichen von 72 illegalen Einwanderern gefunden wurde. Die Toten waren von der Armee auf einer Farm nahe der Stadt San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas entdeckt worden. Mindestens zwei Menschen aus Ecuador und Honduras überlebten nach bisherigen Erkenntnissen das Massaker.
Die Regierung in Quito veröffentlichte am Donnerstag Details der Aussage des Ecuadorianers. Der 18-Jährige gab demnach auf dem Rückflug in seine Heimat an, mit insgesamt 76 weiteren Einwanderern in Mexiko unterwegs gewesen zu sein. Am 21. August hätten acht bewaffnete Männer sie gezwungen, in mehrere Autos einzusteigen. "Sie haben uns zu einem Haus gefahren, wo sie uns in Vierergruppen die Hände hinter dem Rücken verbunden haben", sagte er demnach.
han/AFP/AP/dpa/Reuters
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Der auch weiss, dass Substantive in der Sprachentstehung von Verben gebildet worden und nicht umgekehrt. Und weiss, dass Adelung kriegen und bekommen gleichsetzt. Und das schon die Griechen das Verb als rhema für Aussage [...] mehr...
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