Bremen - Die Bremer Polizei nahm den psychisch auffälligen Mann fest. Der 33-Jährige wurde nach einer Begutachtung durch den sozialpsychiatrischen Dienst wegen akuter Fremdgefährdung zwangseingewiesen, wie die Polizei mitteilte.
Er soll am Mittwochnachmittag eine Vielzahl von E-Mails mit Amokdrohungen unter anderem an Radio Bremen und die für Arbeitslosengeld-II-Empfänger zuständige Bremer Behörde Bagis geschickt haben. Dabei verwendete er als Absender stets den Namen des für ihn zuständigen Bagis-Mitarbeiters. Über diesen Sachbearbeiter gelangte die Polizei auf die Spur des Mannes. Zum Versenden seiner Drohungen verwendete der Bremer einen öffentlichen Rechner der Stadtbibliothek.
Am Donnerstag schickte er erneut per E-Mail Drohungen, ein Blutbad anzurichten. In den Mails habe er unter anderem dem finnischen Amokläufer zu seiner Tat gratuliert, sagte der Polizeisprecher.
Unter den mindestens 50 Adressaten waren auch bundesweite Institutionen und Behörden. Wenig später nahmen Ermittler den Mann noch in den Räumen der Stadtbibliothek fest. Er war bereits wegen kleinerer Delikte polizeibekannt.
Gegen den 33-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet.
han/ddp/dpa
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