Spektakulärer Fund Polizei stellt 330 Kilo Heroin sicher

Es ist der größte Fund seit Jahrzehnten: Deutsche Ermittler haben in Essen fast sieben Zentner Heroin sichergestellt. Die Ware hat einen Wert von 50 Millionen Euro - sie war in einer Ladung eingelegter Gurken versteckt.

Beschlagnahmtes Heroin in Gemüsegläsern: 23 Tonnen Gurken und Knoblauch
DPA

Beschlagnahmtes Heroin in Gemüsegläsern: 23 Tonnen Gurken und Knoblauch


Wiesbaden - Der deutschen Polizei ist ein großer Schlag gegen den internationalen Rauschgifthandel geglückt. Mit rund 330 Kilogramm Heroin wurde in Essen die größte Einzelmenge des Rauschgifts in Deutschland seit Jahrzehnten sichergestellt, wie das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilte. Die Menge hat demnach einen Straßenverkaufswert von etwa 50 Millionen Euro und hätte für 1,3 Millionen Dosen ausgereicht.

Das Heroin sei am 22. September in einer Ladung von 23 Tonnen eingelegten Gurken und Knoblauch aus Iran entdeckt worden, teilten die Fahnder mit. Zwei Brüder im Alter von 30 und 35 Jahren wurden verhaftet.

Monatelang hatte das BKA unter Leitung der Essener Staatsanwaltschaft gegen eine syrisch-irakische Gruppe ermittelt, die seit Jahren große Mengen Rauschgift in Gemüselieferungen nach Westeuropa geschmuggelt haben soll. Neben den beiden Brüdern, die Geschäftsführer von Empfängerfirmen gewesen sein sollen, werde noch gegen weitere Verdächtige im In- und Ausland ermittelt, teilte das BKA mit.

Die gefundene Menge stellt die bisherigen Erfolge der Drogenermittler in den Schatten: Vor den nun entdeckten 330 Kilo in Essen waren im gesamten Jahr 2013 nach BKA-Angaben 270 Kilogramm Heroin sichergestellt worden.

"Unsere Ermittlungen belegen die internationale Vernetzung des organisierten Rauschgifthandels und dessen außerordentliche Gewinnmargen", sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke. Dieser zeige, dass große Mengen Rauschgift auch nach Deutschland transportiert würden. Er forderte eine "konsequente internationale Ermittlungsarbeit".

rls/dpa

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insgesamt 52 Beiträge
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Seite 1
imlattig 09.10.2014
1. liefert die gangster...
an den iran aus.
European 09.10.2014
2. Dürfen wir nicht
denn die sind dort nicht so nett zu Rauschgiftschmugglern wie die seien müssen.
Süddeutscher 09.10.2014
3. Abschieben.
Warum hält sich der Staat mit solchen Kreaturen auf? Die Schuld isr erwiesen. Da braucht es kein teures Verfahren.
savanne 09.10.2014
4. Sind das jetzt eingebürgerte Iraker/Syrer
anerkannte Asylanten u. wieso werden GURKEN aus dem Iran importiert. Alleine die Transportkosten übersteigen den Warenwert um das Mehrfache. Der Artikel gibt mal wieder sehr wenig an Informationen her. Hauptsache unsere Fahnder können sich mal wieder positiv ins Gespräch bringen. Oder haben sie schon alle Beteiligten dieser "Vertriebsorganisation in Haft? Die Junkies im Ruhrgebiet werden jetzt wohl "darben" müssen oder die Konkurrenz wird jetzt groß einsteigen.
grafparagraph 09.10.2014
5. wenn die rauskommen
werden sich die entsprechenden Stellen schon bei ihnen melden.... 50.000.000 ? vergessen die nicht so schnell...
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